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Leserbrief Bahnübergang Ehrang: Ein neuer Bahnübergang wäre sinnvoll

Ihre Meinung : Ein neuer Bahnübergang wäre sinnvoll

Verkehr

Zum Bericht „Kleiner Bahnübergang – großer Wunsch“ (TV vom 19. Oktober) über die geplante Schließung einer Schienenquerung in Trier-Ehrang:

Der Artikel könnte den Eindruck erwecken, dass die Anwohner eine Schließung des Bahnübergangs Kapellenstraße befürworten. Als Anwohner frage ich mich, woher die Stadt ihre Information bezüglich der Bürgerwünsche nimmt.

In der Ortsbeiratssitzung Ehrang stellte Ortsvorsteher Bertrand Adams zur Abstimmung, ob der Bahnübergang geschlossen werden soll. Dabei kam keine Mehrheit zustande. Den Bürgern waren keine Wortmeldungen oder Fragen gestattet. Eine sehr umfangreiche Unterschriftenliste der Bürger für den Erhalt des Übergangs lag bereits damals vor.

Ein paar Worte zu den „Fakten“:

1. Der Übergang wird acht Mal pro Woche genutzt. Hierzu gibt es sicher eine statistische Auswertung über zumindest ein ganzes Jahr, die das auch belegt. Bei der Ortsbeiratssitzung wurde diese Zahl von der Bahn anhand einer Zählung über drei Tage (etwas weniger als eine Woche) belegt.

Der neue Übergang würde das Überqueren der Gleise allen erleichtern. Unsere Familie nutzt den Übergang in manchen Wochen mehr als achtmal – die Unterschriftenliste spricht auch für eine häufigere Nutzung.

2. Der neue Übergang ist nicht sicher? Werden alle baugleichen Übergänge aus Sicherheitsgründen geschlossen oder erneuert?

3. Ein barrierefreier Weg wird geschlossen – wurde dazu auch der Behindertenbeirat der Stadt befragt? Zu den beiden alternativen Wegen: Einer beinhaltet eine Gefahrenstelle (schmaler Fußweg), der zweite die lange Steigung zur Quint. Wer schon mal einen Rollstuhl geschoben hat, mit dem Rollator unterwegs war oder schlecht zu Fuß ist, kann ermessen, was dies für unsere beeinträchtigten Bürger bedeutet.

4. Die Lautstärke des Gongs kann laut Bahn gedämpft werden. Er ertönt, wenn ein Zug vorbeifährt, der wiederum einen höheren und längeren Geräuschpegel erzeugt als der Gong. Die Züge werden auch nach einer Schließung weiterfahren.

5. Kosten: Der Stadt entstehen keine Kosten. Das Budget ist bereits seit Jahren von der Bahn für dieses Projekt zurückgestellt.

Der direkte Zugang zum Wald wird geschlossen. Gerade die Zeit der Pandemie zeigt, wie sehr die Menschen die Erholung und den Ausgleich im Wald benötigen und verstärkt nutzen.