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Leserbrief: Feller Bürgerinitiative

Leserbrief: Feller Bürgerinitiative

Nach dem TV-Bericht über die Feller Bürgerinitiative "Gegenwind" erhielten wir folgende Zuschrift:

Die jetzige Windenergie-Situation kommt mir vor wie der (Müller-Thurgau-)Goldrausch der 70er Jahre im Weinbau, wo jeder Garten, jede Wiese in Weinbauflächen umgewandelt wurde. Das Ergebnis ist bekannt. Die verantwortlichen Menschen haben aus meiner Sicht keinerlei Verantwortungsgefühl für unsere Region, die Langzeitwirkungen scheinen überhaupt nicht bedacht zu sein. Auch werden die Gemeinden dauerhaft und nachhaltig Nachteile erleiden. Grundstücke und Gebäude werden radikal entwertet. Für die Gemeinden kommt das dicke Ende nach Ablauf der Pachtzeit. Dann stehen die Giganten in der Natur, und die verpflichteten Unternehmen melden Insolvenz an, da die heute zurückgestellten Beträge vermutlich nicht ausreichen werden, um die Rückbaukosten zu tragen. Die gigantische Menge an Stahlbeton, die im Boden liegt, wird nie beseitigt werden. Die Gier, die Unvernunft und der Egoismus der Verantwortlichen sind angsterregend. Da bestimmt eine Handvoll Menschen die Zukunft der Region. Ich dachte wir wären in einer Demokratie oder in einer Zeit, in der man die Bürger, die es betrifft, fragt. Warum macht man nicht in seinem Dorf eine Aufklärung und anschließend eine Dorfvolksabstimmung. Fehlt dazu der Mut? Hat man Angst, die Langzeitwirkungen fair darzustellen? Die Strompreise werden steigen und steigen. Immer mehr Menschen werden unter diesem Wahn leiden. Die Subventionen unseres Staates in diesem Bereich sind verschwenderisch. Und wir isolieren uns von Europa.
Heinz Herres, Osburg