Ihre Meinung : Nutzung für Gewerbe statt Flugbetrieb anstreben

Flugplatz Föhren

Zum Artikel „Hetzeraths Ortschef will Gewerbe statt Flugplatz“ (TV vom 20./21. März):

Der Forderung von Föhrens Ortsbürgermeister Werner Monzel, den Flugplatz künftig als Industriegebiet zu nutzen, ist nur zuzustimmen. Die Anzahl der Piloten, die sich nicht an die Sichtflugkarte halten, ist nach meiner Erfahrung sehr hoch. Dies kann von mir nur bestätigt werden.

Es wird sich kaum an Regeln gehalten, was sich in einem direkten Überflug über unser Wohnhaus in einer Höhe von unter 100 Metern auswirkt. Dadurch entstehen ein sehr hohes Risiko im Fall von Problemen bei der Landung und eine hohe Geräuschkulisse.

Die Anzahl der Starts und Landungen von stabilen rund 8500 ist meiner Meinung nach nicht korrekt, da hier permanent Platzrunden geflogen werden, was Landungen und Starts im Zehn-Minuten-Takt bedeutet und eine Verschönerung der Startzählungen mit sich führt.

Die Annahme, dass sich in Zukunft eine Erhöhung der Anzahl von Businessfliegern abbilden wird, sehe ich auch als riskant, da der Flugplatz Föhren über keinerlei Möglichkeit verfügt, die Landeanflüge aufzuzeichnen und zu unterstützen. Weshalb auch keine Konsequenzen für Falschflieger möglich sind. Hieraus ergibt sich auch ein erhöhtes Risiko der Unfallgefahr.

Des Weiteren ist für mich die Nutzung der Tankanlage für die Rettungshubschrauber auch ohne Flugplatz möglich, da diese nicht auf eine Landebahn angewiesen sind. Basierend auf der Tatsache, dass sowohl Luxemburg als auch der Flughafen Hahn in der Nähe sind, sollte man meiner Meinung nach die Nutzung für Gewerbe anstreben, bevor man noch zusätzliche landwirtschaftliche Flächen hierfür opfert.

Arno Ternes, Föhren