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Leserbrief illegale Entsorgung: Mehr Mut gegenüber den Verursachern

Ihre Meinung : Mehr Mut gegenüber den Verursachern zeigen

Abfall

Zum Leserbrief „Die Stadt sollte 1000 Müllgreifer und Säcke verteilen“ (TV vom 25. Mai):

Im dem Leserbrief zeigt sich eine verkehrte Weltsicht! Der Autor könnte natürlich einen Volkssport daraus machen und mit anderen Mitbürgern darum konkurrieren, wer den meisten Unrat, den rücksichtslose Mitbürger draußen hingeworfen haben, wegräumt. Gratulation! Genau das ist die Ursache für den allgegenwärtigen Abfall in unserem Umfeld. Um Gottes Willen keine Konflikte mit den Verursachern! Lieber Anfragen, wo sie denn heute ihren Müll hinwerfen wollen, damit man ihn ihm Rahmen des vorgeschlage­nen Wettbewerbs als Erster aufsammeln kann. Ähnlich wirkungsvoll handeln auch Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker in unserem Bundesstaat mit seinen insgesamt 17 Regierungen, 709 Bundes- und 1879 Landesparlamentariern. Sie befinden sich ständig irgendwo im Wahlkampf, und ein hartes Durchgreifen gegen die Müllverursacher könnte ja Wählerstimmen kosten. Also wird immer nur „eindringlich appelliert“! Mit dem bekannten frustrierenden Ergebnis.

Rechtlich besteht in Deutschland durchaus die Möglichkeit, die Verursacher von kleinen, größeren und auch von umweltgefährdenden Müllablagerungen mit Verwarnungsgeld, Bußgeld oder Geldstrafe bis hin zur Freiheitsstrafe zu sanktionieren.

Aber es fehlt am Mut zur Auseinandersetzung mit den Verursachern.

Die Ausrede, es fehle an Personal, ist jämmerlich. Mit den vielen Millionen an Kosten für die Beseitigung solcher Streu-Abfälle in Städten, entlang von Straßen und Wegen und in der Natur könnte jede größere Kommune zwei oder mehr Müll-Sheriffs anstellen, die konsequent gegen kleine und große Müllsünder einschreiten und alle rechtlichen Möglichkeiten anwenden.

Das kostet keine Wählerstimmen, liebe Politiker, das bringt welche! Andere Staaten machen es vor. Allgegenwärtige Hinweisschilder, genügend Behördenmitarbeiter und konsequentes Vorgehen bewirken dort ein völlig anderes Bild in Stadt und Land.