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Leserbrief: Viele Radfahrer fahren in Trier ohne Licht

Ihre Meinung : Viele fahren vollkommen ohne Licht

Verkehr

Zum Bericht „Hier haben Radfahrer das Sagen (TV vom 7. November):

Während der Trierer Stadtrat den Fahrradfahrern unserer schönen Stadt permanent Zucker in den Allerwertesten bläst und ihnen jetzt auch noch Vorrang auf Fahrradstraßen einräumt, benimmt sich ein Teil dieser Klientel (in der Nacht sind es zirka 80 Prozent) im Straßenverkehr wie die Axt im Walde.

Auf meinen nächtlichen Rückfahrten aus einem Trierer Krankenhaus habe ich über zwei Jahre festgestellt, dass etwa acht von zehn Fahrradfahrern vollkommen ohne Licht fahren. Entweder fehlt bei diesen rücksichtslosen Zeitgenossen die Beleuchtung total, oder sie ist defekt. Dies ändert aber nichts an der rasanten Fahrweise: Diese Geisterfahrer rasen unbeleuchtet durch die Straßen. Zebra-Streifen werden in hohem Tempo genommen, rote Ampeln überfahren. Auch wenn diese Radfahrer durch die ausgezeichnete Straßenbeleuchtung selbst genug sehen, können sie von Autofahrern teilweise viel zu spät erkannt werden und riskieren ihr eigenes Leben.

Ich lade den Verkehrsdezernenten gerne ein, sich einmal an einer solchen nächtlichen Fahrt durch seine Stadt Trier zu beteiligen, um sich ein eigenes Bild zu machen (was er eigentlich längst haben sollte). Es ist haarsträubend, und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies nicht bei der Polizei bekannt ist. Warum wird dagegen nicht massiv etwas unternommen?

Während die meisten Autofahrer heutzutage auch tagsüber mit Licht fahren, schalten es die meisten Trierer Radfahrer auch in der Nacht gar nicht erst ein (soweit es überhaupt vorhanden ist). Der Fahrrad-Beauftragte der Stadt Trier, Jonas Klöpfer, ist der Meinung: „Wenn man den Radfahrern den roten Teppich ausrollt, werden sie wahrgenommen.“ Ich bin der Meinung: Wenn die Radfahrer in der Nacht mit Licht fahren, werden sie noch viel besser wahrgenommen. Vielleicht sollte Herr Klöpfer sich einmal vorrangig darum kümmern und die Polizei auf diese offensichtlichen Missstände bei seiner Klientel aufmerksam machen. Aber darauf kann man wohl lange warten.