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Leserbrief zu Grenzkontrollen: Ernsthafte Bedrohung der Sicherheit

Ihre Meinung : Ernsthafte Bedrohung von Sicherheit und Ordnung

Grenzkontrollen

Zum Bericht „Bürgermeister fordern: Grenze zwischen Rosport und Ralingen öffnen“ (TV vom 16. April):

In Trier wird man aufgefordert, mit dem Allerwertesten zu Hause zu bleiben. Das macht Sinn in Zeiten wie diesen!

Aber: In zwei unbedeutenden Grenzdörfern wird sozusagen das Gegenteil gefordert. Verrückte Welt? Den beiden Dorfpolitikern sei mal angeraten, einen Blick in den Schengener Grenzkodex, genauer gesagt die Artikel 23 und 23a zu werfen. In beiden Artikeln geht es um „ernsthafte Bedrohung“ der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Wenn eine Pandemie diesen Tatbestand nicht erfüllt, was denn dann? Mangelnder Umsatz der luxemburgischen Mineralölbetriebe ist also wichtiger?

In meiner mehr als 20-jährigen Dienstzeit an der deutsch-luxemburgischen Grenze habe ich zu allen Tages- und Nachtzeiten Dienst beim Zollamt Ralingen verrichtet. Stundenlanger Stau in Ralingen bei der Ausreise nach Luxemburg? Vier Kraftfahrzeuge ein Stau? Für Egoisten eine absolute Zumutung, na klar!

Die Grenzen in Europa sind nicht abgeschafft, aufgrund der unterschiedlichen Steuergesetze bestehen die Zollgrenzen weiterhin und werden bleiben.

Liebe Leserinnen und Leser, schreiben Sie uns Ihre Meinung an leserbriefe@volksfreund.de