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Leserbrief zu Konzerten in Schweich: Da geht einem das Herz auf

Ihre Meinung : Da geht einem das Herz auf

Musik

Zum Bericht „Musiker darf nicht vor Seniorenheim spielen“ (TV vom 9. Juni):

Den oben genannten Bericht habe ich mit großer Abscheu gelesen. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass es Menschen gibt, die Senioren in der Seniorenresidenz St. Martin in Schweich nicht gönnen, wenn der in Schweich und in der Region bekannte Musiker und Sänger Norbert Olk seine Freizeit dafür hernimmt, um den Bewohnern der Residenz ein paar schöne musikalische Stunden zu gönnen, in denen er ihnen alte Volksweisen zu Gehör bringt.

Ich selbst habe als Mitglied im Moselkammerchor 78 Schweich das Glück, dass unser Chor seit Jahren in dieser Seniorenresidenz alle zwei Wochen in ihrem Schulungsraum Chorproben halten darf. Als Dankeschön dafür bieten wir den Heimbewohnern zweimal im Jahr ein Konzert an. Dieses gestaltet sich so, dass wir eine Stunde bekannte Volksweisen zu Gehör bringen. Im zweiten Teil singen wir mit Norbert Olk zur Gitarre gemeinsam bekannte Volkslieder.

Dabei geht einem das Herz auf, wenn man erlebt, wie die Menschen dann strahlen und, was kaum zu erwarten ist, mehrere Strophen auswendig mitsingen.

Nach den Vorträgen sind wir genauso glücklich wie die Bewohner der Residenz und auch die Heimleitung.

Wir freuen uns schon darauf, wenn wir uns nach der Corona-Zeit wieder mit Norbert Olk zur Unterhaltung der Heimbewohner treffen dürfen.

Was ist das für ein Mensch, der diesen Heimbewohnern das kurze Glück nicht gönnen will?

Hierzu fällt mir ein sehr alter Spruch ein: „Wo man singt, da lass dich nieder, nur böse Menschen haben keine Lieder.“

Viele Grüße an alle Heimbewohner!