Leserbrief zu Verwarnungen wegen Falschparkens: Das war eine reine Abzocke

Ihre Meinung : Das war eine reine Abzocke

Weinfest

Zu Berichten über das Weinfest in Olewig und den Artikel „Von Wildparkern und Wildpinklern“ (TV vom 15. August):

Es war ein wunderschönes Olewiger Weinfest, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Wir besuchten das Weinfest am Samstagabend. Ich selbst bin bei der Trier Tourismus und Marketing GmbH in Trier als Gästeführer tätig. Ich weise immer auf die Attraktionen hin, die in Trier stattfinden. So an besagtem Samstag natürlich auf die Möglichkeit, mit dem Stadtbus anzureisen. Aber wir kennen ja unsere Gäste, die fahren gerne mit dem Auto hin. Wo nun parken? So ging es mir auch. Die St. Annastraße bot sich förmlich an, im unteren Bereich auf der linken Seite war gerade noch ein Plätzchen frei. Mindestens zehn nach unten und 50 Autos nach oben standen mit zwei Rädern (ein Vorderrad und ein Hinterrad) ganz knapp auf der Bürgersteigkante. Ich stellte mich also in das freie Plätzchen und wie alle anderen mit beiden Rädern knapp auf die Bürgersteigkante. Gegen 22 Uhr kamen wir gutgelaunt zum Auto zurück und fanden an unserer Windschutzscheibe einen Strafzettel über 20 Euro. War das notwendig? Alle vor und hinter uns hatten diese Überraschung bekommen. Konnte man hier nicht ein Auge zudrücken? Das war für mich und viele andere eine reine Abzocke. Besonders für unsere Gäste, die ihre Autos hinstellten, ohne den Bürgersteig einzuengen. Hier hätte man, wenn man gewollt hätte, für diese paar Tage eine Ausnahme machen können. Dann hätten alle, besonders unsere Gäste, von diesem Fest, das übrigens sehr toll und gut organisiert war, keinen bitteren Nachgeschmack erhalten wie ich.

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