Leserbrief: Zulassung

Zu "KFZ-Zulassung: Der Kreis gibt Gas" (TV vom 26. Oktober):

Oft ist die Freude über ein neues Fahrzeug oder einen Wechsel des Autos getrübt, da man der KFZ-Zulassungsstelle einen Besuch abstatten muss. Eine Zulassung in Trier ist zu planen: die notwendigen Unterlagen zusammenstellen und Urlaub einreichen oder zumindest den Dienst tauschen. Eine kleine Zwischenmahlzeit sollte man nicht vergessen, da der Besuch durchaus mehr als einen halben Tag dauern kann. Ganz extrem wird es, wenn man ein Fahrzeug zulässt, bei dem ein KFZ-Brief erstellt werden muss. Die Forderungen einer Entlastung der Trierer Stelle durch ausgelagerte Zulassungsstellen in Konz und Schweich sind ebenso verständlich wie berechtigt, denn Zeit ist Geld - auch für den Bürger. Der "Luxus" mehrerer Zulassungsstellen würde den Kreis Geld kosten. Doch in der Diskussion um diesen Aufwand muss man fairerweise auch die Einnahmen der Zulassungsstelle gegenrechnen. Dass diese Gebühren nicht unerheblich sind, weiß ich aus eigener Erfahrung. Letztens habe ich für die Zulassung eines kleinen PKW-Anhängers rund 120 Euro gezahlt. Da wird im Jahr wohl so einiges zusammenkommen. Auf der Suche nach einer intelligenten und zugleich für alle Seiten und Argumente akzeptablen Lösung gäbe es eine Zulassung per Internet. Doch auch dagegen wird es sicherlich Argumente und vor allem auch Bedenkenträger geben. In Österreich kann man in vielen Versicherungsbüros neben den versicherungstechnischen Formalitäten bei einer Zulassung auch gleich sein Auto zulassen. Dies ist eine zeitsparende und zugleich kostengünstige Variante. Auch dem Ruf nach weniger Staat wird bei diesem Verfahren Rechnung getragen.

Dr. Dieter Everz, Trier