Leserbrief zum Ausbau Eltztraße Trier: Das stößt auf Unverständnis und Empörung

Ihre Meinung : Das stößt auf Unverständnis und Empörung

Straßenausbau

Zu Berichten über den umstrittenen Ausbau der Eltzstraße in Trier-Pfalzel:

Wir, die Anlieger der Eltzstraße in Trier-Pfalzel, haben erfahren, dass neben den hohen Straßenausbaubeiträgen noch weitere, ungewisse Kosten, unter anderem in Form der Straßenbeleuchtung, erhoben durch die Stadtwerke Trier, auf uns zukommen werden. Wir fühlen uns von den Vertretern der Stadt Trier nicht ernst genommen und im Stich gelassen. Schon 2005 haben Bürger auf einen Ausbau gedrängt, wie die Niederschrift über die Sitzung des Ortsbeirates vom 27. Juni 2005 zeigt. Erst 2011 wurde der Baubeschluss zur Eltzstraße gefasst.

Die Straße ist immer noch nicht saniert, was unseren Vorwurf, dass die Stadt Trier acht weitere Jahre andere Projekte priorisiert hat, mehr als bestätigt! Diese starke Verzögerung, verschuldet durch die Stadt, hat zu einer Kostensteigerung von fast 100 Prozent geführt!

Seit mehr als drei Jahren wird von der Stadt Trier eine Anfrage zu den wiederkehrenden Beiträgen für den Stadtteil Pfalzel ohne irgendein Ergebnis geprüft, obwohl solche Beiträge einen konkreten Lösungsansatz bieten würden. Die einfachere und bequemere Lösung für die Stadt ist es, weiter an ihrem bisherigen Schema festzuhalten und die Anwohner in den finanziellen Ruin zu treiben!

Laut Baudezernent Andreas Ludwig würde der Straßenausbau den zahlenden Anwohnern eine Wertsteigerung der Grundstücke bringen. Ein Anlieger, der über 300 000 Euro zahlen muss, kann über eine solche Aussage nur den Kopf schütteln! Der Ausbau dieser Haupterschließungsstraße ist eine Aufwertung des gesamten Stadtteils, welcher auch dementsprechend finanziert werden sollte.

Dass die Hauptzufahrtstraße des gesamten Stadtteils nur auf 48 Anlieger der Eltzstraße umgelegt wird, stößt bei den Bürgern auf Unverständnis und Empörung. Die Eltzstraße wird von mehr als 5600 Fahrzeugen täglich befahren. Bei Straßen mit überwiegendem Durchgangsverkehr liegt der Anliegeranteil bei 40  Prozent. Bei Straßen mit ganz überwiegendem Durchgangsverkehr liegt der Anliegerbeitrag bei 30 Prozent.

Wir fordern, dass der Teilbeschluss des Stadtrates über die Kostenverteilung der Eltzstraße neu bewertet und festgesetzt wird: dass die Kosten nach dem Verursacherprinzip ermittelt werden; dass der Vorschlag „wiederkehrende Beiträge“ angenommen wird; dass 50 Prozent des Landeszuschusses den Anliegern zugeordnet wird!

Familien Hortian, Schröder und Lorig/Berens, Trier-Pfalzel, übermittelt von Annika Hortian

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