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Leserbrief zum Gasthaus Stenglein Trier-Ruwer: Ich werde es vermissen

Ihre Meinung : Leserbrief zum Gasthaus Stenglein in Trier-Ruwer: Ich werde das Gasthaus vermissen

Ortsgeschichte

Zum Bericht „Hier wurde Menschlichkeit großgeschrieben“ (TV vom 1. April) über das geschlossene Gasthaus Stenglein:

Ich verbrachte meine Jugendzeit im Fischweg, schräg gegenüber der Wirtschaft von Schorsch Stenglein. Der große Hof lud uns „Feschwäjer“ und auch einige Paulinser zum Fussballspielen ein. Selbstverständlich waren Stengleins Jupp und Werner (wegen seiner roten Haare nach dem Lauterner Stopper Werner Liebrich genannt) dabei. Kriritisch wurde es, wenn der Ball in die Ruwer flog. Dann aufs Fahrrad, und wenn die Schranken für den Zug nicht zu waren, bestanden gute Chancen, den Ball in der „Huhlgaass“ aus dem Wasser zu fischen. So gingen aber doch einige Bälle in die Mosel. Auf der überdachten Terrasse stand eine Tischtennisplatte, die nicht nur bei Regen benutzt wurde. Dort wurde der legendäre Ruf der Tischtennisbrüder Josef und Werner Stenglein als mehrfache Rheinlandmeister gegründet. Interessante Fernsehsendungen wie Sportübertragungen durften wir in der Wirtschaft mitschauen.

Auch in den letzten Jahren war die Gartenwirtschaft Anziehungspunkt nicht nur von Ruwerern und Ruwertalern, sondern auch von zahlreichen Radfahrern, die vom ehemaligen Bahndamm wie bei einem Gleisanschluss zur Rast fahren konnten. Ich werde den Stenglein vermissen.

Werner Bodschard, Schweich