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Leserbrief zum Wohnungsbau in Mariahof:

Ihre Meinung : Wohnungsbau in Mariahof und Filsch: Steingewordener Schnellschuss

Wohnungsbau

Zum Bericht „Vier Jahre nach dem Aufruhr ...  Ruhe“ und Meinung „Und die Moral von der Geschicht’“ (TV vom 8. März) über zwei Wohnungskomplexe in Trier-Mariahof und auf dem Tarforster Plateau:

Vielen Dank für diese völlige Fehleinschätzung. „Vier Jahre nach dem Aufruhr … Ruhe“, beginnt ein großflächiger Artikel im Lokalteil. Und dann wird suggeriert, dass der damalige Protest nicht mehr war als ein Sturm im Wasserglas, der - laut anschließendem Kommentar  – einigen Wortführern heute wohl eher peinlich wäre.

Nein, so ist es nicht. Ein maßgebender Teil der Proteste in Mariahof bezog sich auf den Standort des Gebäudes in unmittelbarer Nähe des Gutshofes. Der Witz ist, dass dort niemand jemals ein Gebäude hätte hinstellen können, wenn es nicht mit dem Argument Flüchtlingsunterstützung politisch durchgedrückt worden wäre. Das ganze Bebauungskonzept am Ortseingang von Mariahof ist dadurch mit Füßen getreten worden.

Bitter nur, dass in das neue Gebäude meines Wissens nie Flüchtlinge in größerer Zahl eingezogen sind. Es ist einfach ein zusätzliches Wohngebäude an falscher Stelle entstanden. Dass jetzt Ruhe herrscht, ist doch wohl nur zu verständlich. Sich über diesen steingewordenen Schnellschuss weiter zu ärgern, wäre allenfalls selbstschädigend. Aber wenn man so einen Artikel liest, fällt einem der ganze Hintergrund wieder ein, und man kann nur mit dem Kopf schütteln.

Tino Schatz, Trier-Mariahof