Leserbrief zur B 51 bei Trier: Der Steuerzahler bekommt einen Flickenteppich

Ihre Meinung : Baustelle B 51 bei Trier: Der Steuerzahler bekommt einen Flickenteppich

Straßenbau

Zum Bericht „Wenn der Untergrund nachgibt“ (TV vom 7. Juni) über Nachbesserungen an der Baustelle B 51 bei Aach-Hohensonne:


 Ursprünglich ausgeschildertes Ende der Baumaßnahme war November 2018. Nicht zu vergessen: Baubeginn war Oktober 2015! Aber selbstverständlich wurde auch dieses Ziel jetzt schon über ein halbes Jahr verfehlt. Mittlerweile signalisiert der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz nur noch vage „Mitte 2019“ als Ende der Bauarbeiten.

Unverhältnismäßig lange Bauzeiten, welche dann mit einer weiteren Terminüberschreitung glänzen, sind im deutschen Straßenbau mittlerweile traurige Realität. Eine besondere Note erhält diese Baustelle jedoch durch den Umstand, dass ein neu gebautes Teilstück schon vor der Eröffnung bereits wieder aufgerissen wird. Der Steuerzahler bekommt für sein Geld somit also keine neue Fahrbahn, sondern bereits einen Flickenteppich. Insbesondere wenn man jetzt bereits die Wellen in der Fahrbahn am Ende der Baustelle Richtung Bitburg spürt.

Dabei ist es völlig irrelevant, weshalb eine neue Fahrbahn wieder aufgerissen werden musste. Allein die Tatsache, dass eine Fahrbahn bereits vor der Eröffnung aufgerissen werden muss, ist ein Armutszeichen. Das ist in etwa damit vergleichbar, wenn man sich ein neues Auto bestellt, der Liefertermin weit überschritten wird, und die Werkstatt kurz vor der Auslieferung noch schnell den Motor auseinanderbaut, weil irgendjemand vorneweg seine Aufgabe nicht richtig erledigt hat. Man hat dann zwar auch ein neues Auto da stehen, aber trotzdem ist es von Anfang an schon eine reparierte „Bastelkiste“.

Als privater Konsument nimmt man dies nicht einfach hin. Weshalb lassen wir uns solche Vorgänge denn als Steuerbezahler gefallen? In diesem Sinne stauen wir Pendler uns weiter auf der B 51, mit täglichem Verlust an Lebenszeit .

Marco Gasper, Meckel

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