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Leserbrief zur geplanten neuen Heizung in der Grundschule Aach-Newel

Ihre Meinung : Klimaschutz unterliegt erst recht einem Zeitdruck!

Klimaschutz

Zum Bericht „Zeitdruck schlägt Klimaschutz“ (TV vom 22. September):

Mit großem Unverständnis habe ich die Entscheidung des VG-Rates Trier-Land zur Kenntnis genommen, in der Grundschule Aach-Newel, aufgrund eines akuten Defektes, eine neue Öl-Heizung einzubauen.

Ich erwarte eigentlich vom VG-Rat, dass auf jeden Fall auch im dringenden Bedarfsfall nach Lösungen gesucht wird, welche auf erneuerbare Energiekonzepte zurückgreifen.

Laut den Aussagen des Projektleiters für nachhaltige Wärmeversorgung bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz gibt es doch Alternativen, welche zudem in hohem Maße gefördert werden und so die Investitionskosten reduzieren könnten. Ebenfalls scheinen mobile Heizungen für den Übergang (Herbst/Winter) zur Verfügung zu stehen, mit welchen gesichert wäre, dass die Schulkinder und das Personal nicht im Kalten sitzen. Also sollte doch wohl in jedem Fall übergangsweise eine solche mobile Heizung und dann im Anschluss für den dauerhaften Betrieb eine klimafreundliche Alternative eingebaut werden.

Fühlen die Ratsmitglieder sich nicht prinzipiell verpflichtet, bei Entscheidungen dieser Art den langfristigen Klimaschutz an vorderste Stelle zu setzen? In der Sitzung im Juni wurden doch auch Planungsleistungen für ein Sanierungskonzept der Heizungs- und Öltankanlage in Langsur auf den Weg gebracht. Warum nicht auch für die Grundschule Aach-Newel? Man hätte doch zumindest prüfen müssen, ob die Übergangslösung zu realisieren wäre.

Inwieweit ist diese Entscheidung im Einklang mit den Wahlprogrammen und Versprechungen der beteiligten Parteien, die sich da doch hinsichtlich Klimaschutz anders positionieren? Es zählen Taten, nicht Worte!

Ich wünsche und erwarte, dass der VG-Rat Trier-Land ernsthaft für den Klimaschutz eintritt.

Kurzfristig benötigen die Kinder der Grundschule Aach-Newel warme Innenräume im Herbst und im Winter, langfristig brauchen sie eine geringere Erderwärmung. Dem muss jede Entscheidung Rechnung tragen.