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Leserbriefe: Gelbe Säcke oder gelbe Tonne?

Ihre Meinung : Gelbe Säcke oder gelbe Tonne: Was ist besser?

Entsorgung

Zum Bericht „Initiative fordert Tonne statt Gelber Säcke“ (TV vom 20. Mai):

Die Rufe nach zusätzlichen Tonnen für Bioabfälle und als Ersatz für den Gelben Sack finde ich unüberlegt. Wo soll man bitte diese Tonnen noch hinstellen?

Einen leichten Gelben Sack kann ich aus dem Keller mit einer Hand nach draußen tragen, für eine Tonne müsste ich wieder einen separaten Platz finden. Unabhängig davon sollte man bedenken, dass Tausende Kunststofftonnen hergestellt werden müssen, die irgendwann auch wieder entsorgt werden müssen.

Wir sind sehr glücklich mit der aktuellen Biotüten-Lösung. Auch mit den Gelben Säcken kommen wir sehr gut klar. Kurze Wege und keine stinkenden Tonnen am Haus.

Wer statt der Gelben Säcke die Tonne befürwort, trennt meiner Meinung nach nicht konsequent. Was ist, wenn die Tonne voll ist? In den Restmüll? In die Umwelt? Säcke kann man nach Bedarf füllen und nutzen.

Ich würde die Umstellung von Gelben Säcken auf gelbe Tonnen sehr begrüßen, gelbe Tonnen finde ich viel besser. Die Gelben Säcke sind einfach zu dünn und reißen oft. Fände ich toll, wenn das durchgesetzt werden könnte.

Die Forderung einer Tonne statt Gelber Säcke finde ich übertrieben. Ich persönlich bin dagegen. Als Alleinstehende bekomme ich manchmal einen Sack nicht voll. Ist doch nicht so schwer, den Sack bei der blauen Tonne anzubinden, wenn es windig ist.

Der Gelbe Sack ist Gold im Verhältnis zu Containern für Verpackungsmaterial, wie dies in München Standard ist. Die Container sind häufig überfüllt, die Standorte verdreckt, ein richtiges Ärgernis. Die Säcke sind leicht und können im Gegensatz zur Tonne irgendwo im Keller problemlos zwischengelagert werden. Ich habe keinen Bedarf für eine weitere Tonne.

Zum Thema Sack oder Tonne ein Gedanke, der in der Diskussion zu kurz kommt: Wie wäre es denn mal mit einer 14-tägigen Abholung? Ein vierwöchiger Rhythmus führt doch zu Bergen von Verpackungsmüll, der – wenn nicht alles fein säuberlich gespült wurde – vor sich hin stinkt und sich in jedem Fall irgendwo türmt.

Natürlich kann diese Menge dann auch keine Tonne mehr bewältigen. Die funktioniert also nur mit einer angepassten Abholfrequenz. Doch auch wenn es bei den Säcken bleibt, brächte eine 14-tägige Abfuhr eine für alle spürbare Verbesserung. Das wäre übrigens nicht neu und mega-innovativ – das ist in vielen Teilen Deutschlands bewährter Standard. Warum bei uns eigentlich nicht?