Lichtermeer auf dem Petrisberg

Lichtermeer auf dem Petrisberg

Entdecken, staunen und sich von Licht und Schatten verzaubern lassen: Darum geht es bei der Illuminale Trier - dem großen Lampion- und Feuerfest auf dem Petrisberg am heutigen Samstag. Nach der kostenlosen Premiere im vorigen Jahr muss für das abendliche Freilufterlebnis in diesem Jahr Eintritt bezahlt werden.

Trier. Es war nicht nur ein Lichtermeer, das sich am 18. September 2011 über den Sattelpark des Trierer Petrisbergs ergoss. Auch die Besucher fluteten das Gelände. "Gerechnet hatten wir so mit 2500, gekommen sind fast 10 000", erzählt Organisatorin Christine Faber von dem Überraschungserfolg. Am Samstag, 22. September, gibt es unter dem Namen Illuminale Trier eine Neuauflage: Von 20 bis 24 Uhr wird sich der Sattelpark in eine leuchtende Landschaft verwandeln. "Uns geht es dabei ums Staunen, ums kindliche Entdecken des faszinierenden Zusammenspiels von Licht und Schatten, um die Überraschung, die daraus entsteht, dass ein bekanntes Gelände plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes in einem anderen Licht erscheint", sagt Faber.
Faber arbeitet als Veranstaltungsexpertin für die städtische Petrispark GmbH, die die Illuminale zusammen mit dem städtischen Kulturbüro organisiert. Finanziert wird die Veranstaltung durch Sponsorengelder. Weil es in diesem Jahr allerdings keine Förderung vom Programm Kultursommer Rheinland-Pfalz gibt, müssen Besucher diesmal Eintritt zahlen. Erwachsene sechs Euro, Kinder, Rentner, behinderte Menschen und Studenten drei Euro, eine Familienkarte gibt\'s für 14 Euro. "Wir haben versucht, den Ticketpreis so gering wie möglich zu halten, aber ganz ohne geht es nicht." Denn im Gegensatz zum vorigen Jahr fallen diesmal hohe Kosten für das Sicherheitskonzept an.
Hohe Sicherheitsauflagen


Nach der Katastrophe von Duisburg - bei der Love-Parade starben im Sommer 2010 im Gedränge 21 Menschen - sind mittlerweile die Vorschriften für Massenveranstaltungen sehr verschärft worden. 20 Sanitäter, 20 Sicherheitskräfte und die Feuerwehr sind bei der Illuminale im Einsatz. Installiert werden musste eine Beschallungsanlage, mit der im Notfall Durchsagen auf dem gesamten Gelände verbreitet werden können.
Waren im vorigen Jahr die Wege selbst nur durch die Laternen und Lampions beleuchtet, müssen diesmal aufwendige Streckenbeleuchtungen installiert werden. Dass sich nicht mehr als 7500 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände befinden, wird sichergestellt durch einen Computercode auf den Eintrittskarten, der beim Einlass registriert wird. "Wir sind bestens vorbereitet", sagt Oliver Kernbach vom Kulturbüro der Stadt.Extra

Der Eingang aufs Illuminale-Gelände ist am Turm Luxemburg. Der Parkplatz dort ist gesperrt. Empfohlen wird die Anreise per kostenlosem Busservice: Ab 19 Uhr fahren im Halbstundentakt jeweils zwei große Gelenkbusse vom Hauptbahnhof zur Illuminale und zurück, der letzte Bus zum Hauptbahnhof mit Anschluss an den Sternbusverkehr fährt um 23.47 Uhr, der letzte Bus ohne Anschluss an die Sternbusse fährt um 0.17 Uhr am Geländeeingang ab. Tickets gibt\\'s in den Pressecentern des Trierischen Volksfreunds in Trier, Bitburg und Wittlich und am Veranstaltungstag ab 16 Uhr an der Tageskasse am Geländeeingang. Wegen der Vorbereitung und des anschließenden Abbaus bleibt der Sattelpark von Samstag, 22. September, ab 8 Uhr und am Sonntag, 23. September, ganztägig geschlossen. wocExtra

Eine Artistengruppe aus Triers italienischer Partnerstadt Ascoli Piceno tritt mit einer Lichtershow um 21.30 Uhr am Lottoforum auf. Der Trierer Künstler Nic Waters hat mit sechs weiteren Künstlern das Soundsystem Rocketz entwickelt: illuminierte leere Eimer dienen als Klangkörper, die von einem DJ koordiniert werden - zu sehen in Nähe des Klettergerüsts hinter dem Lottoforum. Lichtobjekte aus streifenförmigen Materialien (Plexiglas, Folien und anderes) haben 30 Trierer Architektur- und Innenarchitektur-Studenten gebaut. Zu sehen sind sie hinter dem Lottoforum. Rund 400 Laternen aus Weiden ästen und Papier haben Kinder der Grundschulen Keune und Irsch, Horte und Wohngruppen des Vereins Lebenshilfe und 150 Trierer Bürger gebastelt. Auf dem Beachvolleyball-Feld wird eine japanisch anmutende, interaktive Lichtinstallation zu sehen sein, die eine Studentengruppe aus Mastricht gefertigt hat. Dazu spielt eine Gruppe japanische Trommelmusik. Trierer Studenten der Fachrichtung Kommunikationsdesign werden in leuchtenden Ganzkörperlampions übers Gelände wandeln. Auf dem Fußballplatz gibt es um 20.45 und 23 Uhr Feuershows der Trierer Feuerartisten-Gruppe Luminent Arts. woc

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