Tradition: Lieber Majestät statt Fußballerin

Tradition : Lieber Majestät statt Fußballerin

Weil sich Weinkönigin Nina als Stimmungskanone erweist, tanzen die Besucher auf den Tischen und lassen sich den Rebensaft schmecken. Doch es gibt einen besonderen Grund, warum beim Rioler Weinfest so viele Menschen sind.

Das Motto „Jeck & Wein im Sonnenschein“ war so richtig nach dem Geschmack der neuen Rioler Weinkönigin Nina I. (Frick). Anders als viele andere Mädchen träumte sie nie davon, Weinkönigin zu werden: „Ich wollte viel lieber eine große Fußballerin werden“, gestand sie in ihrer Antrittsrede. Nachdem sie damit „nur begrenzt erfolgreich“ war, stürmte sie umso überzeugender als 47. Rioler Weinkönigin ins Ziel. Unterstützt von ihren Prinzessinnen Louisa und Luisa, Papa Alli, der ihr die Gute-Laune-Gene vererbe, und Musikern der KG Blau-Weiß Fischenich, die für super Stimmung im Festzelt sorgten.

Schon früh tanzten Gäste auf Bänken und Tischen, was für Nina als Jeck wie als Entertainerin spricht. Da sie aus einem Weingut stammt, versteht sie aber auch viel von Reben und Trauben und der „hervorragenden Qualität“ des Jahrgangs 2018.

Sie garantierte harmonische Weine – darauf stießen sie und die Gäste mit „Zum Wohl Riol” an. Für das „einzigartige“ Rioler Weinfest sei vielen engagierten Menschen zu danken: den Winzern, die mit ihrer Arbeit und tollen Weine die Grundlage dafür schafften, Helfern, Vereinen und dem Festausschuss.

Als „Macher des Weinfestes“ sorge die Festgemeinschaft Rioler Vereine für das Gelingen des Festes, rückte auch Ortsbürgermeisterin Christel Egner-Duppich ins rechte Licht. Denn das sei mit viel Arbeit verbunden und erfordere großes Engagement, dankte sie neben Winzern und Helfern Vereinen, Bands und Akteuren sowie dem Moderatorenpaar Michaela und Matthias.

Es sei schön, dass so viele Weinhoheiten dies miterlebten. Darunter aus Luxemburg die Weinkönigin Sophie mit ihren Prinzessinnen Jessica, Lee und Zoé und die Riesling-Prinzessinnen Fabienne und Sara. Die Römische Weinstraße war mit Weinkönigin Helene und ihrer Prinzessin Luca Tessa vertreten, die Stadt Trier mit Weinkönigin Katja I. Majestäten anderer Nachbarorte wie aus Klüsserath, Köwerich, Leiwen, Longuich-Kirsch, Mehring und Trittenheim vervollständigten die hoheitliche Gesellschaft ebenso wie „Ehemalige“ und Weinbrüder.

Einer davon, Eszterle Endre aus Kasel, ist seit 43 Jahren dabei, seit er Mitte der 1970er Jahre zuständig war für die Flurbereinigung. Er ist begeistert von Riol, das sich dank dem Triolago und auch mit dem Weinstand am Mosel-Radweg „dermaßen klasse entwickelt“ habe. Für Anne Blesius, eine Freundin von Weinkönigin Nina, ist das Rioler Weinfest „auf jeden Fall ziemlich geil“. Die Stimmung sei schon immer gut gewesen, und es sei immer viel los.

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