Liebeserklärung an Texel: Lesung in Schweich

Literatur : Liebeserklärung an Texel: Lesung in Schweich

Der Autor Emil Angel präsentiert sein Buch „Unsere Insel im Wattenmeer“.

Auf Einladung der Stefan-Andres-Gesellschaft (StAG) hat der luxemburgische Schriftsteller Emil Angel im Niederprümer Hof in Schweich sein neues Buch mit dem Titel „Unsere Insel im Wattenmeer“ vorgestellt. Es ist eine Hommage an Texel, die größte der westfriesischen Inseln und nach eigenem Bekunden des Autors für ihn ein „Traum, der sich Jahr für Jahr wiederholt“.

Wolfgang Keil, der Präsident der Stefan-Andres-Gesellschaft, würdigte den Autor als herausragenden Brückenbauer zwischen Luxemburg und Deutschland, der in seinen zweisprachig verfassten Werken als Protagonist für Verständigung auch im Sinne eines gelebten Humanismus gilt. Der Schriftsteller kleidet eindrucksvoll seine Liebeserklärung an Texel in Wortbilder, mal heiter, mal besinnlich und bisweilen auch im Chronistenstil eines Vollblutjournalisten.

Mit großer Beobachtungsgabe für die Menschen, Landschaften und Tierwelt seines geliebten Texel entführt Angel, einer der beiden „Hausautoren“ der Stefan-Andres-Gesellschaft, den Leser auf eine Entdeckungsreise in eine aus seiner Sicht einmalige und eindrucksvolle Inselwelt.

Eine Reportage über den Aufstand der auf der Insel als deutsche Wehrmachtsangehörige zwangsverpflichtenden Georgier gegen Ende des Zweiten Weltkrieges mit vielen Toten auf beiden Seiten spiegelt dabei das bisher traurigste Kapitel einer ansonsten friedlichen Insel-Historie wider.

Erzählungen, Anekdoten und die Beschreibungen einer Inselwelt zwischen Meer und Dünen vervollständigen die gelungene Zeitreise des renommierten Autors (Jahrgang 1940).

Emil Angels Buch, erschienen im Stephan Moll Verlag (120 Seiten, 14,50 Euro), macht jedenfalls große Lust auf Texel und damit auf eine Reise in den Norden.

(red)
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