Liebevoll und mit Diskretion helfen
In Schweich hat sich der Verein "Nachbar in Not" einen hervorragenden Namen geschaffen. Großartige Unterstützung erfährt er bei seinem Wirken. Pastor Edwin Prim erinnert sich an die Gründung und die Arbeit in den vielen Jahren.
I ch bin zwar seit zwei Jahren in der Fidei, aber die Arbeit des Vereins Nachbar in Not unterstütze ich immer noch gerne. Als Gründungsmitglied erinnere ich mich an die ersten Schritte der nicht alltäglichen Gruppe. Der damalige Stadtbürgermeister Vitus Blang kam zu mir ins Schweicher Pfarrhaus und schlug die Vereinsgründung vor.
Tv-Serie Mein Verein
Schnell fanden wir zwölf hilfsbereite Menschen, die die Vereinigung "Nachbar in Not" im November 2011 gründeten. Zunächst gab es aber auch Gegner für diese Vereinsgründung. Denn laut ihrer Aussage gab es in Schweich und Issel keine Menschen in Not. Doch die folgenden Jahre sollten die Zweifler eines Besseren belehren. Mit im Boot hatten wir gleich auch die heutige Vorsitzende Maria Schuh. Sie engagiert sich vorbildlich für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Zunächst wollte sie Bedürftige in der Weihnachtszeit zu einem Essen einladen. Doch die Scheu dieser Menschen war zu groß. Deshalb besorgten wir uns bei den Gewerbetreibenden in Schweich Geschenke und stellten für sozial schwache Familien Weihnachtspakete zusammen. Überhaupt kann der Verein immer wieder auf die Mithilfe der Gewerbetreibenden und anderer fleißiger Helfer zählen. Wir sind in allen Lebenslagen aktiv. So helfen wir älteren Leuten auf dem Weg zum Arzt, füllen schwierige Anträge für den Nachbarn in Not aus oder begleiten Menschen in das Hospiz und lösen danach ihre Wohnung auf. Inzwischen ist die Scheu etwas gewichen. Unser Streben ist es, liebevoll aber mit Diskretion zu helfen und damit Notsituationen zu überbrücken. Die Hemmschwelle ist allerdings noch nicht von allen Bedürftigen überwunden. So erfuhren wir von einem älteren, kranken Ehepaar, dessen Kühlschrank total leer war. Sie hatten keinen Krümel mehr im Brotkorb. Es war für den Verein "Nachbar in Not" eine schöne Aufgabe, für das tägliche Essen zu sorgen. Geld geben wir nicht an die Bedürftigen, sondern wir helfen mit Sachspenden oder überweisen auch schon mal eine Rechnung nach notwendigen Einkäufen. Mehrfach haben Benefizveranstaltungen der Vereinskasse und damit dem Nachbarn in Not gutgetan. Jetzt ist unserem Verein ein besonderer Coup gelungen. Wir konnten für den 21. Dezember, 19 Uhr, die weltberühmten Mainzer Hofsänger in die Pfarrkirche St. Martin in Schweich zu einem Weihnachtskonzert verpflichten. Karten gibt es im Vorverkauf bei Schreibwaren Diederich und Ticket Regional. Als Schirmherrin konnten wir die Ministerpräsidentin Malu Dreyer gewinnen. Die Festansprache wird das Bundestagsmitglied Katarina Barley halten.
Aufgezeichnet von Dietmar Scherf
Extra
Der Schweicher Verein "Nachbar in Not" wurde am 27. November 2007 gegründet. Von damals zwölf ist er in sechs Jahren auf 69 Mitglieder gewachsen. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Ansprechpartnerin ist Maria Schuh, Telefon: 06502/980238. Spendenkonto bei der Sparkasse Trier: Konto-Nr.: 498220, BLZ 585 501 30. dis