"Liew Sproach, mia halen dejch an Ehren!"

TRIER-ZEWEN. Mundart hat Konjunktur in Trier-Zewen. Beim zweiten Mundartstammtisch war der Schulungsraum im Feuerwehrgerätehaus ausverkauft.

 Eine große Fangemeinde der Zewener Mundart lauschte den Vorträgen beim zweiten Zewener Mundartstamm-Tisch. TV-Foto: Ludwig Hoff

Eine große Fangemeinde der Zewener Mundart lauschte den Vorträgen beim zweiten Zewener Mundartstamm-Tisch. TV-Foto: Ludwig Hoff

Da hatten Auswärtige kaum etwas zum Lachen. Anders erging es dagegen den Einheimischen, die beim zweiten Zewener Mundartstammtisch im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses bestens unterhalten wurden. Ausschließlich "Zewena Platt" und Trierer Mundart waren bei den Vortragenden zugelassen. Hochdeutsch war an diesem Abend verpönt. Initiator Reinhold Zimmer, Hildegunde Graf ("Gepoast (veredelte) Keechbääm"), Rosi Burckhardt ("De Tent"/Die Tinte), Paul Becker ("Wie et frieja woar"), Oswald Raach (Trierer Biwak) und nicht zuletzt der "oberste Wächter" über die Trierer Mundart, Walter Schrage, frönten in über 15 quicklebendigen oder besinnlichen Beiträgen des "Zewena Platts" im Besonderen und der Trierer Mundart im Allgemeinen: "Mottasproach, dou liewe Klang, wie kennt ejch dejch da je vagääßen. Ohne dejch ass goar nejßt ugefang; ejch brouch dejch doch wie't Brot z'm Äaßen!", lautete Reinhold Zimmers Reminiszenz an die eigene Mundart: Alle, die Platt sprächen, seien gescheite Leute. Und: Erst recht handele es sich bei Platt nicht um "verdorbenes Hochdeutsch" oder lasse diese Sprechweise auf eine zurückgebliebene Bildung schließen, klärte Zimmer auf. Daher: "Liew Sproach, mia halen dejch an Ehren! Jeed Wuat vun dia klingt warm u scheen…" Nette Begebenheit am Rande: Uwe Jahn schenkte dem Veranstalter eine eigens hergestellte Tischplastik aus Gusseisen, eine Art Erkennungszeichen für künftige Mundartabende.

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