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Lösung für Stadenbad in Sicht

Lösung für Stadenbad in Sicht

Im ersten Betriebsjahr war das Naturbad Staden in Idar-Oberstein überlaufen, im zweiten blieben, auch aufgrund der Witterung, die Besucher aus - in beiden Jahren gab's Probleme. Eine Baumaßnahme soll jetzt zumindest in Teilbereichen Abhilfe schaffen.

Idar-Oberstein. (jst) Mit zwei Hauptproblemen hatte man in den ersten beiden Betriebsjahren im Naturbad Staden zu kämpfen, der zeitweiligen Verunreinigung des Wassers mit Pseudomonas-Bakterien und der mangelnden Sichttiefe im Nichtschwimmerbereich. Mit dem Einbau von L-Betonsteinen, die den Strandbereich vom Nichtschwimmerbecken trennen, sowie dessen Auskleidung mit einer Folie will man nun das Problem der Eintrübung lösen und das der Bakterienbelastung zumindest reduzieren. Rechtzeitig zum Beginn der Badesaison soll die derzeit laufende Baumaßnahme abgeschlossen sein."Durch den Wegfall des direkten Zugangs vom Sandstrand zum Wasser bekommt das Bad einen neuen Charakter", bedauert Stephan Geyer, Leiter der technischen Abteilung Wasserwerk bei den Stadtwerken, der die Ausführung der Arbeiten überwacht. In den vergangenen Tagen wurde Sand aus dem Nichtschwimmerbereich entfernt und eine Folie dort eingebracht. Die mit Holzbrettern verkleidete niedrige Betonmauer soll verhindern, dass zu viel Sand in den Badebereich geschleppt wird. Durch mangelnde Sichttiefe sah man vor allem eine Gefährdung von Kleinkindern beim Baden. Die L-Steine sind mit Kunststoffplatten abgedeckt, die als Sitzgelegenheit dienen können. An vier Stellen werden Treppen ins Becken führen.Darüber hinaus erhofft man sich durch die Baumaßnahme aber auch eine Reduzierung der Pseudomonas-Gefahr. "Zum einen werden die Schmutzeinträge aus dem Strandbereich geringer", erläutert Geyer. "Zum anderen gelangt aber auch weniger Regenwasser, das in der Regel ebenfalls Mikroorganismen enthält, in das Becken." Wetter und Besucherzahlen spielen eine Rolle

Letztendlich könne man aber die Entwicklung der Pseudomonas-Bakterien nicht sicher prognostizieren, so Geyer weiter. Zumal dabei noch weitere Faktoren wie das Wetter oder die Zahl der Badegäste eine Rolle spielen würden. "Es wird auf jeden Fall wichtig sein, die Hygienevorschriften und die vorgegebene Höchstzahl von 750 Badegästen täglich einzuhalten, um das Risiko zu minimieren." Positiv könne sich auch auswirken, dass die Naturfilteranlage allmählich ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht. Die Baumaßnahmen waren auch Thema beim Stadtwerkausschusses, der über Mehrausgaben von knapp 7000 Euro zu beschließen hatte. Die Mehrkosten waren durch eine Veränderung der Holzverkleidung sowie der Verwendung von Kunststoff- statt Holzplatten an der Mauer entstanden.