LOKALPOLITIK
Zur Berichterstattung über die OB-Wahl:
Die Wahl für das Amt des Oberbürgermeisters von Trier ist Geschichte. Es ist erschreckend zu sehen, wie vielen Bürgern es total egal ist, wer die Geschicke der Stadt in den nächsten acht Jahren lenkt. Spätestens nach dem Artikel im TV ("Wer hält wem den Steigbügel") hätte dem Wähler ein Licht aufgehen müssen. Frau Zock wurde als supersympatisch dargestellt. Für das Amt sei sie dadurch qualifiziert, das die richtigen Leute an ihrer Seite ihre fehlende Verwaltungs-, und Führungserfahrung kompensieren. Herrn Leibe wurde in diesem Artikel hohe Sachkompetenz bescheinigt. Knapp 50 Prozent der wenigen Trierer, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten, hätte es gereicht, an der Spitze der Stadt eine Bürgermeisterin zu haben, die nach dem Motto, ich kenne jemanden, der jemanden kennt, der das weiß, regiert. Wollte sich jemand mit dieser "Kompetenz" um eine Führungsposition bewerben, man würde kaum eine Anstellung finden. Für die Position des Stadtoberhauptes von Trier hätte dies als Eignungsvorausetzung fast gereicht. Da kann ich nur sagen, armes Deutschland, armes Trier. Ich finde es sehr traurig, dass nur ein Bruchteil der Wahlberechtigten zur Wahl ging. Wie viele auf der Welt setzen sich unter Lebensgefahr dafür ein, wählen zu dürfen. Ich finde es sehr traurig, dass kaum jemand im Vorfeld der Wahl die Kandidaten unter die Lupe nimmt, genommen hat. Was kann der Bewerber, welche Ziele hat er und wie will er sie umsetzen. Seine Entscheidung allein von der Zugehörigkeit des Bewerbers zu einer Partei abhängig zu machen, reicht meiner Einschätzung nach nicht aus. Meine Lebenserfahrung ist die, dass primär Fach- und Sachkompetenz zum Erfolg führen. Warum soll das nicht auch für das Amt des Oberbürgermeisters von Trier gelten? Manfred Rudolf, Föhren