Lust und Last der Denkmalpflege

Eine Million Euro Fördergeld stellt die Landesdenkmalpflege in diesem Jahr für die Region Trier zur Verfügung. Das gab Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann-Göttig am Montag in Trier bekannt.

 Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann-Göttig (Zweiter von rechts) verspricht eine Million Euro Fördergeld für Denkmalschutz in der Region. Im Bild von links: Landesdenkmalpfleger Ansgar Brockmann und Landeskonservator Joachim Glatz, Generaldirektor Thomas Metz und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani. TV-Foto: Eva Großeastroth

Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann-Göttig (Zweiter von rechts) verspricht eine Million Euro Fördergeld für Denkmalschutz in der Region. Im Bild von links: Landesdenkmalpfleger Ansgar Brockmann und Landeskonservator Joachim Glatz, Generaldirektor Thomas Metz und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani. TV-Foto: Eva Großeastroth

Trier. "Der beste Denkmalschützer ist der Denkmal-Eigentümer", betonte Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann-Göttig bei der Vorstellung des Förderprogramms der Direktion Landesdenkmal pflege in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz im Trierer Frankenturm. Denkmalpflege sei durch die kulturelle Verpflichtung und häufig rote Zahlen Lust und Last zugleich. Das Land bekenne sich aber zu seiner Verantwortung, so Hofmann-Göttig, und biete Eigentümern Unterstützung und Beratung.

Was die Unterstützung betrifft, brachte der Landesvertreter gute Neuigkeiten: Eine Million Euro Landesförderung werden nach derzeitigem Bewilligungsstand in diesem Jahr in rund 46 Denkmalpflegeprojekte in der Region fließen. Darunter sind 14 sogenannte Großprojekte in der Stadt Trier, im Eifelkreis Bitburg-Prüm und in den Kreisen Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg und Cochem-Zell, die 2008 mit jeweils mehr als 30 000 Euro gefördert werden (siehe Extra). In diesem Zusammenhang verwies Hofmann-Göttig auch auf steuerliche Abschreibungsmaßnahmen. In der Region Trier wurden im vergangenen Jahr rund 3,7 Millionen Euro Baukosten an 48 denkmalgeschützten Objekten für steuerliche Abschreibungen anerkannt, in diesem Jahr sei mit ähnlichen Zahlen zu rechnen. "Die Förderung reicht von Welterbe-Bauten wie der Liebfrauenkirche in Trier bis zu kleinen Fachwerk-Häusern an der Mosel", erläuterte Landeskonservator Joachim Glatz. "Große und kleine Denkmäler zusammen prägen das Gesicht einer Region", betonte er. Hofmann-Göttig unterstrich die Bedeutung der Denkmalpflege für eine Region. So würden mit den Investitionen das Handwerk unterstützt und die touristische Attraktivität gefördert. "Jeder Euro des Landes zieht sieben bis zehn Euro durch die Eigentümer oder Dritte nach sich und erhöht so die wirtschaftliche Produktionskraft", sagte der Staatssekretär.

EXTRA
14 Großprojekte in der Region werden in diesem Jahr mit mehr als 30 000 Euro gefördert: Trier: Liebfrauenkirche Kreis Bernkastel-Wittlich: Wohnhaus in Bernkastel-Kues, Schloss Lieser, Wohnhaus in Reil Eifelkreis Bitburg-Prüm: Schloss Malberg, Hüttenwerk Weilerbach in Bollendorf, Burg Seinsfeld Kreis Trier-Saarburg: zwei Burgruinen in der VG Saarburg, Wohnhaus in Ensch Kreis Cochem-Zell: Burgruine Metternich, ehemaliges Kapuzinerkloster in Cochem, Wohnhaus in Mesenich, ehemalige Synagoge in Beilstein (eg)

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