Lustige Ferien auf dem Bauernhof

Lustige Ferien auf dem Bauernhof

Mundarttheater in drei Akten steht derzeit bei den Laienschauspielern des Theatervereins Köwerich 1954 auf dem Programm. Mit dem Stück "Liebe vergeht - Hektar besteht!" haben sie bereits viele Zuschauer begeistert. Am Wochenende gibt es zwei weitere Vorstellungen.

Köwerich. Gegen 18 Uhr füllt sich der Saal im Jugendheim allmählich. Bei den Akteuren hinter der Bühne herrscht indessen noch reges Treiben. Die Kostüme werden angezogen, alles muss perfekt sitzen. Die Schauspieler werden geschminkt und der Text in Gedanken nochmal durchgegangen. Vorhang auf! Das Bühnenbild zeigt einen Bauernhof aus der Zeit Ende der 1950er Jahre und verlockt zum ersten Applaus. Typisch sind der angedeutete Misthaufen am Rande, das Toilettenhäuschen mit dem Herzchen in der Tür, weiß gestrichene Wände, an denen Bastbündel hängen, Balken an der Wand und das große Hoftor. Mittendrin sitzt Opa Anton (Martin Basten), der sich angekettet hat und einen Hungerstreik vortäuscht. Seine verwitwete Schwiegertochter Rosi (Katja Haubrich) deckt liebevoll den Frühstückstisch und bringt so die Vorsätze von Opa Anton stark ins schwanken.
In drei Akten geht es turbulent und mit viel Klamauk weiter mit der putzwütigen Mutter Klara (Jutta Hornen), der geizigen Nachbarin Brunhilde (Claudia Schlöder) und der Postbotin Lisa (Anja Krämer), die auf den Richtigen hofft. Opa Anton hat heimlich eine Heiratsanzeige für Rosi aufgegeben und der erste Kandidat lässt in Person von August Glitzer (Andreas Marx) nicht lange auf sich warten. Das Verwirrspiel geht munter weiter, als der Schriftsteller Hajo Hassmich (Roger Gerland) als erster Feriengast auftaucht, der vergeblich seine Ruhe sucht. Mit Dr. Reinhard Kümmerlich (Thomas Krämer) verirrt sich noch ein Wanderer in diese ländliche Idylle, der umgehend als vermeintlicher Tierarzt in den Stall geschickt wird. Die Damen Chantal (Ursula Jaeger) und Sonja (Susanne Anker) runden mit ihrem städtischen Gehabe das Geschehen ab. Witzige Sprüche und Binsenweisheiten, die Streiche von Opa Anton, das resolute Auftreten von Rosi, das einnehmende Wesen der Brunhilde und das "Ha Ha Hanomag" des stotternden August Glitzer lassen das Publikum lachen und klatschen.
Dem Köwericher Theaterverein gelingt es unter der Spielleitung von Roland Scholtes mit seinen Stücken auch, einen aktiven Beitrag zur Mundartpflege zu leisten. Insgesamt zeigt er das Stück sechs Mal, am Wochenende gibt es die letzten beiden Aufführungen: Samstag, 16. März, um 19.30 Uhr, Sonntag, 17. März, um 18 Uhr. Eintritt: sieben Euro.

Weitere Darsteller und Helfer: Carina Regnery, Anika Winnebeck, Elke Lex-Jüngling, Anja Krämer, Christina Basten, Thomas Jäger, Ulrich Hornen, Harald Gindorf, Rudolf Melchisedech, Rudi Blesius und Michael Micheln.

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