Luxemburger Gendarmen beenden 1994 Treffen von Rechtsextremisten

Zurückgeblättert vor 25 Jahren : Brauner Spuk schnell beendet

Vor 25 Jahren haben die Luxemburger eine rechtsextreme Demonstration schnell beendet.

Da wird nicht lange gefackelt. Knapp 200 Rechtsextreme wollen vor 25 Jahren mit einer Kundgebung in Luxemburg-Stadt des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß gedenken. Ausgerechnet in Luxemburg, in dem während des Zweiten Weltkriegs viele Menschen unter der Besetzung durch das Deutsche Reich zu leiden hatten. Die Freude über den konspirativ geplanten Ausflug ins Großherzogtum währt nicht lange. Mit einem massiven Aufgebot und dem Einsatz von Schlagstöcken beenden die luxemburgischen Sicherheitsbehörden den Aufmarsch der Rechtsextremisten. Ehe sie es richtig fassen können, finden sich die jungen Männer gefesselt auf dem Boden wieder.

Ein damals in der ARD gezeigter Beitrag hat es später auch ins Internet geschafft und Jahre später noch einmal für Wirbel gesorgt. Das Zentrum für politische Schönheit  kritisierte mit dem Hinweis „1994 in Luxemburg. Die Polizei gegen deutsche Rechtsradikale. Nur mal so, liebe @PolizeiSachsen“ den laut Künstlergruppe zu laschen Umgang der Sicherheitsbehörden mit Rechtsradikalen in Deutschland.

„Der Dom brennt!“ Dieser Schreckensruf gellt am 14. August 1944 über den Trierer Hauptmarkt. Der Trierische Volksfreund erinnert mit einem ganzseitigen Bericht vor 25 Jahren an die Geschehnisse. Augenzeuge Hans Zender berichtet: „Von der Weberbach aus sahen wir ein einziges Flammenmeer. Vom Dom über Bischofshof, Liebfrauen, Basilika, Mustor, Gartenfeld – alles brannte.“ Um 10.42 Uhr hatten an diesem sonnigen Tag zehn Maschine der US-Air-Force 25 Tonnen Brand- und Stabbomben abgeworfen. Vermutlich mindestens vier Menschen starben, 1200 Trierer waren laut Volksfreund-Bericht aufgrund der Zerstörungen obdachlos.
Harald Jansen

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