Mäuse, Füchse, große Tafeln

Wer hätte gedacht, dass sich im Trierer Dom ein ganzer Zoo verbirgt? Drache, Fuchs, Affe, Schafe, Vögel und Mäuse sind nur einige der Tiere, die Kinder dort entdecken können. Doch im Dom warten noch mehr spannende Erlebnisse auf die Kleinen. Darüber informiert der Führer "Was macht die Maus im Dom?", der jetzt erschienen ist.

Trier. Auf Zehenspitzen spähen die Kinder in das große Taufbecken im Dom. Dahinter steht die große prächtige Osterkerze. "Das A steht für Alpha, das bedeutet Anfang", weiß ein Mädchen. "Ist das Kreuz hinten im Dom aus echtem Gold?", staunt ein anderes. Domführerin Hildegard Bogerts bestätigt das. "Dahinter ist in Violett der Sternenhimmel zu sehen", erklärt sie. Gemeinsam mit Engelbert Felten und Andrea Reitz ist Bogerts Autorin des Domführers für Kinder. "Was macht die Maus im Dom?" ist nun in dritter, überarbeiteter Auflage erschienen."Gottes Liebe ist so wunderbar", singen sie dann gemeinsam. Die Kommunionkinder, die alle die Klasse 3a der Grundschule Heiligkreuz besuchen, bestaunen die große Schwalbennestorgel, entdecken die Dom-Mäuse und viele andere Tierfiguren und -abbildungen in der ältesten Bischofskirche Deutschlands; sie fahren mit den Fingern das kleine Labyrinth vor dem Altar nach, besuchen die Bischofsgräber in der Krypta und das Fenster zum Schrein des Heiligen Rocks auf der Empore. "Das goldene Kreuz fand ich schön, und, dass uns erklärt wurde, dass wir auf heiligem Boden stehen", sagt Julie (9). "Gut, dass der Heilige Rock in einer Truhe ist", findet die achtjährige Alexandra. "Die Gräber im Keller haben mir auch gefallen." Die gleichaltrige Amelie sagt: "Schön, dass wir die Orgel besichtigt haben!" Ebenfalls beeindruckt habe sie die Abbildung des Fischernetzes über der Krypta sowie die Tafel mit den Namen der Trierer Bischöfe. "Sehr schön", resümiert Carole Bentlage, die die Domführung als Mutter mitgemacht hat. Die kindgerechte Führung motiviere die Kinder dazu, aufmerksam zuzuhören. "Vielleicht nehmen sie sich etwas davon mit nach Hause.""Kinder erleben den Dom konkreter als Erwachsene. Sie möchten ihn fühlen und hören", sagt Hildegard Bogerts. Man solle sie daher nicht mit Informationen überladen. "Kinder sollen im Dom etwas von ihrem Glauben erfahren, dass hier ein Stück Heimat und Geborgenheit erlebbar ist." Besonders wichtig findet sie, ihnen die Toleranz des Glaubens zu vermitteln: "Es gibt im Dom eine große Selbstverständlichkeit des geschwisterlichen Umgangs." Darauf weise die Abbildung der jüdischen Menorah beim Altar hin; die Sandalen stünden für Muslime. Der Fuchs mit den geklauten Trauben zeige, dass jeder mit seinen Stärken und Schwächen akzeptiert werde. Den neuen Domführer "Was macht die Maus im Dom?" mit 40 Seiten und vielen farbigen Abbildungen gibt es für 6,90 Euro in der Dominformation und im Buchhandel.volksfreund.de/videoExtra

Mäuse im Dom? Die gibt es? Nee, natürlich keine lebendigen. Aber eben doch irgendwie. Zu den kleinen, grauen Tieren gibt es eine Geschichte, die ihr bei einer Domführung hören könnt. Die Führung ist superspannend. Es werden die Dom-Mäuse gezeigt und viele andere Tiere in der großen Kirche. Die Zeit vergeht dabei wie im Flug, so spannend ist das Ganze. Schaut doch mal in das Buch "Was macht die Maus im Dom?". Das ist neu, und gibt es in der Dominformation. Die liegt direkt neben der Kirche. red

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