Mäusheckerhalle bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen

Mäusheckerhalle bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen

Die große Drei-Felder-Sporthalle am Mäusheckerweg in Trier-Ehrang wird nicht - wie zuletzt von der Stadt angekündigt - im Frühjahr wiedereröffnet. Offenbar sind die Bauschäden viel größer als bislang angenommen.

Trier. Noch am Freitagmorgen hatten die Dezernentinnen Simone Kaes-Torchiani (Bauen) und Angelika Birk (Sport und Schulen) bei einem Pressegespräch keine eindeutigen Aussagen zur Zukunft der Sporthalle am Mäusheckerweg gemacht. Dabei muss sich das Desaster schon länger angedeutet haben. Denn die Stadt hat offenbar fertige Pläne in der Schublade für die Anschaffung einer schnell zu errichtenden Zeltdachhalle, die auf dem Gelände am Mäusheckerweg als Ersatz dienen soll. Die Kosten von 1,8 Millionen Euro dafür sind bereits kalkuliert. Die Zelthalle soll drei Spielfelder, eine Zuschauertribüne mit 500 Plätzen sowie Container für Toiletten, Duschen und Umkleiden haben. Als möglichen Standort für diese Zeltdachhalle nannte Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani das Umfeld der Mäusheckerhalle. Denn bei den "laufenden Untersuchungen" der seit September wegen Statikproblemen geschlossenen Mäusheckerhalle hätten sich "neue Erkenntnisse ergeben", die "umfangreichere Baumaßnahmen als bisher erwartet erfordern", heißt es in einer Mail an die Sportvereine, die dem TV vorliegt. Ob die Sanierung der offenbar umfangreichen Schäden sich lohnt, ist fraglich. Vorgesehen war bislang etwa eine Million Euro alleine zur Sanierung der Brandschäden. Die Kosten für die im Sommer offenbar gewordenen Schäden am Hallendach (der TV berichtete) sind noch gar nicht kalkuliert, ebensowenig die Kosten für die bei den Untersuchungen festgestellten weiteren Bauschäden. Erreichen veranschlagte Sanierungskosten für ein Gebäude 80 Prozent der Summe, die ein Neubau kosten würde, genehmigt das Land die Ausgabe nicht beziehungsweise zahlt keine Zuschüsse. Der Neubau einer vergleichbaren Halle würde laut Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani zwischen vier und 6,5 Millionen Euro kosten. woc

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