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Mäusheckerhalle weiterhin gesperrt: Sportszene fürchtet Spielausfälle

Mäusheckerhalle weiterhin gesperrt: Sportszene fürchtet Spielausfälle

Die Sperrung der Mäusheckerhalle setzt die Sportszene unter Druck. So fürchten die Trierer Basketballer bereits, Mannschaften wegen fehlender Spielmöglichkeiten zurückziehen zu müssen. Noch ist völlig unklar, wann die Halle wieder offen sein wird.

Trier. Der Ausfall der Sporthalle traf Schulen und Sportvereine am vergangenen Freitag völlig überraschend: Per Mail teilte das Schul- und Sportamt mit, die Halle sei "ab sofort vollständig gesperrt" (der TV berichtete). Zwei Schulen und viele Sportvereine müssen jetzt improvisieren, doch für manche gibt es keine Alternative zur gesperrten Halle.

Die Stadtverwaltung: Das Presseamt der Stadt Trier teilt mit, die Verwaltung habe am Freitag "völlig überraschend" über ein Gutachten von "Schäden an der Deckenkonstruktion" erfahren und die Halle sofort gesperrt. "Über die Dauer der Sperrung kann momentan noch keine verlässliche Aussage getroffen werden." Zurzeit seien Fachleute dabei, die Art der Schäden zu untersuchen. "Erste Ergebnisse werden Ende der Woche erwartet."
Der TV sprach ein weiteres Mal mit Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani. "Es ist nicht so, dass wir gezielt am Ende der Sommerferien eine Sicherheitsüberprüfung angesetzt haben", betont sie. "Der Hinweis auf ein mögliches Sicherheitsrisiko in der Deckenkonstruktion ergab sich aus einer Routineüberprüfung der Trennwände." Auf dieses mögliche Risiko habe sie sofort reagieren müssen. "Ob und wann die Halle wieder geöffnet wird, hängt jetzt davon ab, was wir konkret finden und ob wir bauliche Schritte einleiten müssen."

Der Sport: Horst Barinka ist im TVG Baskets Trier - dem Mutterverein der Trierer Basketball-Bundesligisten - für die Organisation des Trainings- und Spielbetriebs verantwortlich. Der Verein hat elf Jugend- und fünf Seniorenmannschaften für die neue Saison angemeldet. Diese beginnt am 20. September, an diesem Wochenende sind acht Heimspiele geplant - alle in der Halle am Mäusheckerweg.
Der Verein musste bereits Trainingseinheiten absagen. "Die wegen der späten Sommerferien in diesem Jahr schon kurze Vorbereitungszeit fällt nun ganz weg, da ein Ersatz durch andere Hallen wegen Belegung und Zulassungsbeschränkung für höhere Ligen nicht vorhanden ist", sagt Barinka. Ausweichmöglichkeiten in die Arena Trier seien bis Ende September wegen der Fernsehsendung "Verstehen Sie Spaß" ebenfalls nicht machbar. Das Fazit des Organisators der Basketballer: "Insgesamt ist für uns eine Situation entstanden, die uns sportlich ungemein schwächt. Ich hoffe nicht, dass wir Mannschaften wegen fehlender Spielmöglichkeiten zurückziehen müssen." Insgesamt gesehen, so betont Barinka, sei es für ihn nicht nachvollziehbar, warum die Sperrung der Halle so abrupt erfolgen musste. "Ich bin mir ziemlich sicher, die Stadt Trier, federführend das Bauamt, hätte eine bessere Lösung für die Vereine herbeiführen können."

Die Schulen: "Die Folgen dieser Sperrung sind für uns noch nicht absehbar", sagt Sebastian Straßer, der stellvertretende Leiter der Realschule plus Ehrang. "In enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung suchen wir nach Ausweichmöglichkeiten und haben hier bereits ansatzweise Lösungen gefunden."
Karl-Josef Hammann, Schulleiter des Friedrich-Spee-Gymnasiums, geht die Lage positiv an. "Eine vorsorgliche Sperrung wie diese ist auf jeden Fall eine bessere Entscheidung als das Warten auf den Zeitpunkt, an dem Menschen zu Schaden kommen." Das zurzeit noch schöne spätsommerliche Wetter lasse ein Ausweichen des Schulsports ins Freie zu. "Aber es ist generell eine schwierige Ausgangslage."