„Weihnachtsgeschenk“ Mainz will Trier von mehr als 200 Millionen Euro Schulden befreien

Trier · Die Stadt Trier könnte mit finanzieller Hilfe des Landes auf einen Schlag die Hälfte ihrer Kassenkredite los sein. Was bedeutet das für Projekte und Vorhaben, die zurzeit aus Geldmangel auf Eis liegen?

 Das Land hat angekündigt, mehr als 200 Millionen Euro Schulden von der Stadt zu übernehmen – Triers Schuldenberg bleibt trotzdem so hoch, dass auch zumindest in den nächsten Jahren noch jeder Cent umgedreht werden muss.

Das Land hat angekündigt, mehr als 200 Millionen Euro Schulden von der Stadt zu übernehmen – Triers Schuldenberg bleibt trotzdem so hoch, dass auch zumindest in den nächsten Jahren noch jeder Cent umgedreht werden muss.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Es war eine echte Überraschung, die die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) am Mittwoch aus dem Hut zauberte: Das Land werde die verschuldeten Städte, Gemeinden und Landkreise von einem dicken Batzen ihrer Schulden befreien, erklärte die Ministerin, als sie am Mittwochnachmittag den Landeshaushalt im Parlament vorstellte. Von einem „Paukenschlag“ sprach anschließend Sven Teuber, Trierer SPD-Chef und Landtagsabgeordneter seiner Partei. Oberbürgermeister Wolfram Leibe erklärte am Abend in der Stadtratssitzung, aus einer Pressemeldung von der „wirklich sehr guten Nachricht“ erfahren zu haben. „Ab morgen müssen wir jetzt erstmal nachrechnen, was das im Detail für uns bedeutet“, kündigte Leibe an.