Mainz steuert zwei Millionen zur Exhaus-Sanierung bei

Mainz steuert zwei Millionen zur Exhaus-Sanierung bei

Laut Oberbürgermeister Wolfram Leibe hat das Land zugesagt, die insgesamt 3,64 Millionen Euro teure Sanierung des Trierer Jugendzentrums Exhaus mit zwei Millionen Euro zu bezuschussen. Außerdem wird das Zuschussprogramm Soziale Stadt für Trier-Nord bis 2019 verlängert.

Trier. Das Trierer Exhaus wird in das Sanierungsprogramm Soziale Stadt Trier-Nord aufgenommen (der TV berichtete in seiner gestrigen Ausgabe). Oberbürgermeister Wolfram Leibe erläuterte am Montag dazu die Einzelheiten: In Absprache mit der Landesregierung und den beteiligten Behörden werden die topografischen Grenzen des Fördergebiets Soziale Stadt ausgeweitet bis zu dem Jugendzentrum in der Zurmaiener Straße. Ursprünglich bezog sich der Zuschusstopf von Bund und Land nur auf den Stadtbezirk Nell's Ländchen zwischen Wasserweg, Metternich- und Herzogenbuscher Straße sowie dem Verteilerring im Norden.
Stimmt der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag nächster Woche zu, sind laut Leibe alle Voraussetzungen für die Bezuschussung unter Dach und Fach: Baudezernent Andreas Ludwig habe "in einer Affengeschwindigkeit" die Sanierungspläne entsprechend aufbereitet. Auch Sozialdezernentin Angelika Birk habe mit ihrem Konzept des Jugendzentrums die Zuschussgeber überzeugt. "Das Exhaus ist eben nicht irgendein Treffpunkt, sondern eine zentrale Jugendbegegnungsstätte", betonte Leibe. "Das Ergebnis zeigt, wie gut der Stadtvorstand mit der Landesregierung zusammenarbeitet."
Mitte Mai hatte es zunächst Wirrungen gegeben: Das Mainzer Innenministerium hatte eine Bezuschussung aus dem sogenannten Investitionsstock abgelehnt, weil dieser für solche Projekte nicht vorgesehen sei (der TV berichtete). Die Einigung, die Förderung aus dem Soziale-Stadt-Projekt zu stemmen, basiert offenbar auf Gesprächen, die Oberbürgermeister Leibe anschließend mit dem Land geführt hat.
Wegen Baumängeln sind die Veranstaltungsräume des Exhauses seit Anfang 2015 geschlossen. Für 3,65 Millionen Euro soll der Brandschutz auf den neusten Stand gebracht, die Sanitäranlagen erneuert und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Neben der Zuschusssumme von zwei Millionen Euro sei mit dem Land außerdem vereinbart worden, das Soziale-Stadt-Projekt Trier-Nord bis aufs Jahr 2019 auszudehnen. woc

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