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Malerei und japanische Raku-Keramik

Malerei und japanische Raku-Keramik

Mit einem Empfang und einem kleinen Kunstmarkt haben Grazia Boullion und Dietmar Sausen ihr Atelier am Moselufer eröffnet. Dort bieten sie Kunst, Kunsthandwerk und Kurse in einem sanierten Bauernhof an. Eine Besonderheit: Raku-Keramik.

Oberbillig. (thie) Das Atelier 71 in Oberbillig ist offiziell eröffnet worden. Bei einem Empfang feierten Grazia Boullion und Dietmar Sausen mit befreundeten Künstlern, Nachbarn und Vertretern der Gemeinde. Sausen, hauptberuflich Versicherungsmakler, hatte ein Bauernhaus in der Moselstraße 71 saniert und nutzt es heute als Wohnhaus, Atelier und Schulungsraum.

"Eigentlich ist das Haus schon seit vier Jahren unser Atelier. Nach und nach sind ein Ausstellungs- und Schulungsraum hinzugekommen", sagte Sausen.

An der Moselstraße hat Sausen einen kleinen Markt für Kunsthandwerk organisiert. Sechs befreundete Künstler stellten etwa Seidenmalerei, Schmuck oder Tiffany-Glas aus. Bei einer ähnlichen Veranstaltung im vergangenen Jahr seien noch 80 Aussteller gekommen. "Für eine Wiederholung fehlte es allerdings an Unterstützung aus dem Ort", sagte Sausen. Deswegen sei die Veranstaltung diesmal etwas kleiner ausgefallen. Das gilt auch für die Besucherzahl. Während morgens noch etwa 25 Gäste zum Atelier gekommen seien, herrschte am Mittag schon Leere auf dem Trottoir am Moselufer.

"Es ist bewundernswert, was aus dem baufälligen Hof geworden ist", sagte Bürgermeister Andreas Beiling. Neben Malerei stellen Boullion und Sausen Raku-Keramik aus. Bei dieser japanischen Brenntechnik wird der Glasur Sauerstoff entzogen, und Kohlenstoff lagert sich in Haarrissen ein, so dass besondere Farben entstehen.

Da man das Brennen nur bedingt steuern kann, entstehen immer Unikate.