1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Malu Dreyer zum Wahlkampf für Bundestagswahl mit Verena Hubertz in Trier

Bundestagswahl : Wahlkampftermin in Trier: Malu Dreyer wirbt vor dem Dom für die SPD

Gemeinsam mit Bundestagskandidatin Verena Hubertz rief die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin dazu auf, ihre Partei zu wählen. Unter den Zuschauern waren auch Aktivisten, die gegen die Corona-Politik demonstrierten.

Findet sich eine große Menschenmenge auf dem Domfreihof in Trier zusammen, dann sind das meist entweder Touristen oder eine Hochzeitsgesellschaft. Am Freitagabend, 10. September, tragen die Leute aber keine Hochzeitsgeschenke, sondern rote Masken, Anstecker oder sogar Jacken. Denn: Malu Dreyer, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin (SPD), ist für einen Wahlkampftermin nach Trier gekommen. Sie will für Verena Hubertz, die Bundestagskandidatin für Trier und Trier-Saarburg, sowie Olaf Scholz als Bundeskanzler werben.

Dafür sind auf dem Domfreihof einige Bierbänke und eine Bühne mit Sprecherpult aufgebaut. Als Erste erklimmt diese Verena Hubertz. Die gebürtige Triererin erzählt erst einmal über sich selbst, dann geht es an die Wahlkampfthemen: die „Arbeitswelt der Zukunft“ mit gerecht bezahlten Arbeitsplätzen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Steuergerechtigkeit.

 Logo-Bundestagswahl-2021
Logo-Bundestagswahl-2021 Foto: TV/Hartmann, Simon

Während sie spricht, kommen immer mehr Menschen heran. Als Malu Dreyer nach Hubertz’ Rede die Bühne betritt, hat sie an die 150 Zuhörer. Nicht alle sind ihr wohlgesinnt: Im Hintergrund des Publikums stehen zwei Männer mit T-Shirts, auf denen „Team Freiheit Trier“ steht. Sie halten Schilder hoch, auf denen sie die „Verletzung der Menschenrechte“ anprangern und ein „Ende der Corona-Diktatur“ fordern. Stören tun sie Dreyers Rede allerdings nicht.

Die Ministerpräsidentin greift wie Hubertz mehrere Themen auf: Tarifverträge, warum Olaf Scholz ein guter Kanzler wäre, aber auch den Klimawandel. Im anschließenden Gespräch zwischen Hubertz und Dreyer geht es auch um Corona. Dabei kann sich die Ministerpräsidentin einen Seitenhieb in Richtung der Aktivisten nicht verkneifen: „Ich sage es ganz bewusst, auch zu Ihnen, liebe Kollegen da hinten: Wir brauchen noch mehr Impfungen.“

Die zwei Männer murren, stören die Veranstaltung aber nicht weiter. Am Ende, als es noch Gelegenheit für Fotos und ein paar Worte mit Dreyer und Hubertz gibt, kommen auch sie nach vorne. Allerdings ist ihnen die Wartezeit für ein Gespräch wohl zu lang: Nach einer halben Stunde laufen sie mit ihren Plakaten in Richtung Innenstadt davon.