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Manche mögen's eng - aber nicht im Hörsaal

Manche mögen's eng - aber nicht im Hörsaal

Voll, voller, am vollsten: Die "Open House Party" bedeutet immer eine Party der Superlative: 2300 Gäste feierten in allen Räumen des Trierer Exzellenzhauses, wie immer war die Sause Tage vorher ausverkauft.

Trier. (fgg) Im Hof des Exhauses steht ein Sarg, umrahmt von Kerzen: Nein, hier hat sich kein Trauerfall ereignet, es ist eine Party, und auch keine von Grufties: Das an den Baum gelehnte Transparent mit der Aufschrift "Bildung nagt am Hungertuch" verrät, dass das Ensemble aus den Veranstaltungen der letzten Tage stammt, auf denen die Studenten in Trier gegen überfüllte Hörsäle protestierten.

Die Masse drückt einen mal hierhin, mal dorthin



Prinzipiell scheinen die jungen Leute aber kein Problem mit überfüllten Räumen zu haben, denn die "Open House Party" im Exhaus ließ jede Legehennenbatterie mal wieder wie eine gemütliche "Chill-Out-Lounge" erscheinen: Obwohl in wirklich allen Räumen in allen Flügeln des altehrwürdigen Gebäudes das ganze Spektrum von Live-Rock bis Techno aus der Dose geboten wurde, schienen die rund 2300 Leute sich immer in dem Raum aufzuhalten, in dem man selbst gerade war. Aber man weiß ja mittlerweile, worauf man sich einlässt: Immerhin kann man sich hier ganz prima treiben lassen: Wird man in die Turnhalle gedrückt, kann sich eine Band ansehen, wird man ins Café geschubst, kann man mit der Kommilitonin "Living In A Box" oder "Let's Push It" ins Karaoke-System schmettern.

Und wenn der große Trek einen dann in den Innenhof spülen sollte, kann man noch recht entspannt ein, zwei oder drei Bier trinken, während man diesen oder jenen trifft. Döner, Bratwurst und Flammkuchen geben neue Kraft, und dann kann sich das lustige Massenkarussell weiter drehen, bis es einen schließlich vor die Tür des Exhauses spuckt.