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Marina Münkler hält Trierer Rede: „Wie Demokratien gefährdet werden“

Vortrag : Marina Münkler hält Trierer Rede: „Wie Demokratien gefährdet werden“

Die Literaturwissenschaftlerin spricht am 5. Mai online unter anderem darüber, ob und wie soziale Medien die Demokratie gefährden können.

(red) Anlässlich des Geburtstags von Karl Marx veranstaltet die Stadt Trier seit 2019 am 5. Mai die „Trierer Rede“ – eine Vortragsreihe zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen mit namhaften Referenten aus Kultur und Wissenschaft. In diesem Jahr findet die Trierer Rede pandemiebedingt digital statt und behandelt dabei ein hochaktuelles Thema: Professorin Marina Münkler spricht zur Veränderung unserer Kommunikationskultur durch Digitalisierung und soziale Medien und geht dabei der Frage nach, ob und wie diese vielfältigen Veränderungsprozesse die Demokratie gefährden. Der Titel ihres Vortrags lautet: „Wie Demokratien gefährdet werden. Die sozialen Medien und die Logik der Herabsetzung“.

Die Trierer Rede wird am Mittwoch, 5. Mai, um 19.30 Uhr über die Website der Stadt Trier
(www.trier.de) sowie OK54 ausgestrahlt. Moderiert wird die Sendung vom Trierer Historiker Professor Lutz Raphael. Im Anschluss an den Festvortrag findet ein Nachgespräch über das Videokonferenzsystem Zoom statt, in dessen Rahmen sich das Publikum direkt mit der Referentin austauschen kann. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Voranmeldung zum Nachgespräch ist über www.trier.de/trierer-rede erforderlich.

Marina Münkler ist Professorin für Ältere und frühneuzeitliche deutsche Literatur und Kultur an der Technischen Universität Dresden, Ko-Sprecherin des Sonderforschungsbereichs 1285 „Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung“ sowie Stellvertretende Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrates. 2016 veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Herfried Münkler den Bestseller „Die neuen Deutschen. Ein Land vor seiner Zukunft“, 2019 folgte „Abschied vom Abstieg. Eine Agenda für Deutschland“. Eine Jury, bestehend aus Professor Gunther Franz, Professor Lutz Raphael sowie der Journalistin Gianna Niewel, lud Marina Münkler bereits für das Jahr 2020 nach Trier ein; die Veranstaltung musste jedoch pandemiebedingt abgesagt werden.

Mit den „Trierer Reden“ knüpft die Stadt Trier an den 200. Geburtstag von Karl Marx im Jahr 2018 an. Die vielfältigen Meinungen und Perspektiven, die im Rahmen des Jubiläums ausgetauscht wurden, machten die Stadt zu einem Ort des demokratischen Diskurses. Mit den „Trierer Reden“ wird dieser Austausch fortgeführt und nachhaltig im städtischen Kulturleben verankert.