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Marx in vier Farben - Künstler stellt Rot-Töne der Figuren vor

Marx in vier Farben - Künstler stellt Rot-Töne der Figuren vor

Blutorange, Signalrot, Rubinrot und Purpurrot: Das sind die Farben der 500 Karl-Marx Figuren, die der Konzeptkünstler Ottmar Hörl ab Sonntag, 5. Mai, in einer Aktion um die Porta Nigra herum präsentieren wird. Hörls Installation begleitet die Ausstellung "Ikone Karl Marx, Kultbilder und Bilderkult" des Stadtmuseums.

Trier/Trier-Ehrang. Fester Winteranzug, die rechte Hand knapp unterhalb des Herzens. Der Gesichtsausdruck ist freundlich-neutral - ein älterer Herr, der reserviert grüßt und leicht verschmitzt lächelt. Trier erwartet im Mai eine Invasion dieser älteren Herren: Der Nürnberger Konzeptkünstler Ottmar Hörl eröffnet seine Installation Karl Marx mit 500 Miniatur-Figuren des Trierer Philosophen und Nationalökonomen. Die Vinyl-Skulpturen der Installation haben eine Größe von 100 Zentimetern und bevölkern von Sonntag, 5. Mai, bis Sonntag, 26. Mai, das Umfeld der Porta Nigra (der TV berichtete).
Auf dem Firmengelände des Ausstellungssponsors Steil Kranarbeiten in Trier-Ehrang enthüllte Hörls Agent Christoph Maisenbacher gestern erste Marx-Männchen in den bislang unbekannten Farben. Hörl will jeweils 125 Figuren in Blutorange, Signalrot, Rubinrot und Purpurrot aufstellen. Die ungleichen Rot-Töne sollen auf die verschiedenen Schlussfolgerungen und politischen Maxime hinweisen, die aus Marx Ideen bis heute hervorgegangen sind. "Auf einen Platz konzentriert werden die Installationen zu visuellen wie greifbaren Hindernissen. Sie sollen ein Nachdenken auslösen", erklärt Maisenbacher. Die Installation begleitet über den Mai hinweg die Sonderausstellung "Ikone Karl Marx, Kultbilder und Bilderkult", die bis zum 18. Oktober im Stadtmuseum Simeonstift Trier zu sehen ist. Hörls Figuren können nach der Installation zum Preis von 300 Euro pro Stück erworben werden. cmo

ottmarhoerl.de