Matthias Daleiden führt die Liste der FWG zur Wahl des Kreistags Trier-Saarburg an

Politik : Der jüngste Kandidat ist 20 Jahre alt

Die Liste der Freien Wähler für die Kreistagswahl im Mai steht: Angeführt von Matthias Daleiden treten 42 Männer und acht Frauen an.

Ein Datum hat die Mitgliederversammlung der Freien Wählergruppe (FWG) im Kreis Trier-Saarburg beherrscht: der 26. Mai. Dann werden neben dem Europäischen Parlament auch die kommunalen Gremien in Rheinland-Pfalz gewählt. Die Freie Wählergruppe, die Wert darauf legt, keine Partei zu sein, sondern ein Verein, hat im Dorfgemeinschaftshaus in Longuich die Kandidatenliste für den künftigen Kreistag festgelegt.
Angeführt wird die Liste von Matthias Daleiden, FWG-Kreisvorsitzender und Ortsbürgermeister der Gemeinde Trierweiler, gefolgt von Dieter Klever aus Konz.
Bei der Wahl 2014 hatte die FWG sieben Mandate erzielt und war damit nicht nur drittstärkste Kraft im Kreistag, sondern rheinland-pfalzweit die FWG mit den meisten Mandaten in den insgesamt 24 Kreistagen. Verschmerzen musste der Verein in dieser Legislaturperiode zwei Wechsel von der FWG zur FDP: Neben Bernhard Busch, dem ehemaligen Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer, verließ auch Gerd Benzmüller die Freien Wähler.
Daleiden schwor die 39 anwesenden Mitglieder in Longuich ein: „Wir haben bei der kommenden Wahl sehr gute Chancen auf acht Mandate.“ Weil der Kreis Trier-Saarburg auf mehr als 150 000 Einwohner gewachsen ist, besteht der Kreistag in der kommenden Legislaturperiode aus 50 statt wie bisher aus 46 Mitgliedern. Beim Aufstellen der Liste per geheimer Wahl gab es keine Ausreißer: Vier Nein-Stimmen waren das schlechteste Wahlergebnis. 42 Männer und acht Frauen stehen auf der Liste. Der Jüngste ist Fabian Benzkirch, 20, aus Ober-emmel. Auch Lukas Tapp, ebenfalls aus Oberemmel, und Sebastian Krewer, 34, aus Schweich, verjüngen die FWG Trier-Saarburg.
Etwa die Hälfte der Kreistags-Kandidaten seien neue Mitglieder, sagt Helmut Reis, seit 1989 Jahren zweiter Kreisbeigeordneter. Zurzeit zählt der Verein 118 Mitglieder aus den Verbandsgemeinden Trier-Land, Konz, Hermeskeil, Schweich, Saarburg-Kell und Ruwer. Die Verbandsgemeinde Hermeskeil ist mit nur einem Kandidaten schwach  vertreten.  
Vor der rund zweieinhalbstündigen Wahl hatte Kreisvorsitzender Daleiden die Philosophie der FWG erklärt: „Wir handeln weniger von Ideologien und Utopien her, sondern lassen uns vom gesunden Menschenverstand leiten.“ Als Erfolg wertete er den Einsatz der FWG für Flucht und Asyl, für Schulen beispielsweise in Konz und Kell am See, für flächendeckenden Breitbandausbau und für das Kreiskrankenhaus Saarburg.  
Künftig möchte sich die FWG für diese Themen starkmachen: ärztliche Versorgung auf dem Land, Situation der Kitas – von Personalmangel über Betreuungsschlüssel bis Gruppengröße –, digitale Bildung an Schulen, Stärkung der Wirtschaftsförderung, eine Integrierte Gesamtschule in der VG Trier-Land sowie die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Wie und ob die FWG das Thema Abschaffung der Straßenausbaubeiträge angeht, soll noch diskutiert werden, wie es nach kurzen Pro- und Contra-Referaten hieß.

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