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Mediennetzwerk Trier-Luxemburg organisiert Startup-Wochenende

Mediennetzwerk Trier-Luxemburg organisiert Startup-Wochenende

Zum dritten Mal: Unternehmer beraten Neugründer bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen. Ein Beispiel aus einer früheren Runde macht den Teilnehmern Mut.

Das Medien- und IT-Netzwerk Trier-Luxemburg startet im Kurfürstlichen Palais vom 4. bis zum 6. Mai die dritte Ausgabe ihres "startup weekend". Hier lassen sich kreative Ideengeber und Gründungswillige von Unternehmen und Mentoren beraten, um innerhalb von 54 Stunden aus einem ersten Gedanken ein Unternehmenskonzept zu erstellen.

Bei der Beratung geht es hauptsächlich um Themen wie Recht, Entwicklung und Finanzierung. Unter den Mentoren ist auch Professor Jörn Heinrich Blöck der Universität Trier, der einen Vortrag zum Thema "Was erwarten Kapitalgeber?" hält. Am ersten Tag startet das Programm mit einer kurzen Vorstellung der verschiedenen Ideen. Danach setzten sich die Teilnehmer in Gruppen zusammen, um die Konzepte zu entwickeln.

Am darauffolgenden Tag lernen die Teams ihre Mentoren kennen und können sich von ihnen helfen lassen. Am letzten Tag werden die ausgearbeiteten Konzepte präsentiert, und die Jury kürt das Sieger-Team. Die Gewinner erhalten weitere kostenlose Beratung für ihr Projekt.

Dieses Jahr haben sich bereits 30 Studierende aus Trier angemeldet, aber auch fünf Gründungswillige aus der Arbeitswelt. Es seien noch weitere Anmeldungen zu erwarten, meint Frank Hoffmann, Projektleiter des Startup Weekends. Bis zum Tag vor dem Start würden sich immer noch Interessenten melden. Es wird mit 40 bis 45 Teilnehmern gerechnet, das wären zehn mehr als im vergangenen Jahr.

"Gründungswillige gibt es viele", sagt Reinhard Müller, Geschäftsführer des Zweckverbands Industriepark Region Trier. "Aber darunter die Ideen zu finden, die sich vermarkten lassen, ist schwierig." Gerade bei der Finanzierung gebe es die größten Probleme. Deshalb sei dieses Wochenende die beste Möglichkeit, Kontakte in der Unternehmenswelt zu knüpfen und sich ein Netzwerk aufzubauen.

Dabei spielen die Mentoren eine wichtige Rolle. Ein gutes Beispiel dafür, wie sehr das "startup weekend" die Teilnehmer weiterbringen kann, ist Manus Leyendecker. Mit einem Lächeln erinnert sich Thomas Vatheuer, der Moderator des Events, an den Gewinner von 2015. "Er hatte die Idee für einen haarfreien Duschabfluss und kam mit einem Plastikmodell davon bei uns an", erzählt Vatheuer. Während des Wochenendes hat Manus Leyendecker eine Finanzierungsmöglichkeit für sein Projekt gefunden und besitzt mitlerweile seine eigene Firma.

Das "startup weekend" richtet sich nicht nur an Studierende, sondern auch an Menschen, die schon in einem Job sind und ihre Ideen verwirklichen wollen. Auch bezüglich der Branche gibt es keine Barrieren. Das Event beschränkt sich nicht nur auf den Medien- und IT-Bereich, sondern ist auch offen für Ideen in der Handwerksbranche, der Gastronomie, der Mode und so weiter.

Neben Gründungswilligen mit ihren Konzepten können sich aber auch Leute melden, die selber noch keine Idee haben. Diese können sich dann einfach einem Team ihrer Wahl anschließen, den Gründungsprozess miterleben und sich inspirieren lassen.

Das Ganze kostet 50 Euro, Verpflegung inklusive. Anmeldung noch bis Mittwoch, 3. Mail, per E-Mail gruender@mitl-netzwerk.eu