Mega-Stau am Moselufer: Kritik an rücksichtslosen Fahrern

Mega-Stau am Moselufer: Kritik an rücksichtslosen Fahrern

Nichts geht mehr am Moselufer: Am Freitag und auch gestern legten Fahrbahnmarkierungsarbeiten am Knotenpunkt Römerbrücke den Stadtverkehr lahm. Klare Aussage der Stadt: Zu den Hauptproblemen gehören die Rücksichtslosigkeit und mangelnde Weitsicht vieler Autofahrer.

Trier. Seit dem Beginn der Fahrbahnsanierungen auf den Moseluferstraßen bleiben die Bewohner und Besucher der Stadt Trier immer wieder in Staus stecken, die über die gewohnten Längen weit hinausgehen (der TV berichtet regelmäßig). Der Mega-Stau gestern und am Freitag war quasi eine Zugabe dieser Sanierungen: Die neue Fahrbahndecke braucht neue Markierungen. Im Bereich der Römerbrücke war deshalb eine Spur stadtauswärts komplett gesperrt. Das reichte aus, um den Verkehr am Moselufer zum Stehen zu bringen.
Tausende verloren viel Zeit, verpassten Termine oder kamen zu spät zur Arbeit und sind entsprechend sauer - allerdings nicht immer auf die Stadtverwaltung, sondern auf die anderen Autofahrer. Ein TV-Leser fasst zusammen: "Viele denken nur an sich und fahren einfach so weit sie kommen, auch wenn sie mitten auf einer Kreuzung stehen bleiben." Die Situation war gestern bis in den späten Nachmittag kritisch, es ging auf den zentralen Verkehrsadern der Stadt kaum vorwärts. Auch die klassischen Alternativen zum Moselufer waren schnell dicht.
Die Stadtverwaltung wehrt sich: "Die Markierungsarbeiten haben bereits am Wochenende zuvor begonnen", sagt Ralf Frühauf vom Presseamt. Doch dann kam das Wetter dazwischen. Dreimal mussten die Arbeiten wegen Regen verschoben werden. "Da es sich hier um einen Unfallhäufungspunkt handelt, ist es erforderlich, die Endmarkierung schnellstmöglich aufzubringen", betont Frühauf. Natürlich sei die Beeinträchtigung des Verkehrs erheblich. Um diese nicht weiter zu erhöhen, habe man erst nach dem Berufsverkehr um 8.30 Uhr begonnen.
Auch Frühauf kritisiert das Verhalten vieler Fahrer: "Sie fahren in Kreuzungen und Knotenpunkte ein, obwohl klar ist, dass sie vor Ende der Grünphase die Kreuzung wegen des Rückstaus nicht verlassen können." Damit blockieren sie auch Neben- und Querstrecken. Die Markierungsarbeiten wurden nach Angaben der Stadt gestern gegen 16.30 Uhr abgeschlossen.

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