Mehr als 1000 Mal geholfen

1039 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat die Lebensberatung des Bistums Trier 2008 geholfen. In Zukunft wollen die Berater vor allem auf frühzeitige Hilfe setzen - zum Beispiel durch Weiterführung der montäglichen "Babysprechstunde".

Trier. (cmk) Rund 1039 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat die Lebensberatung des Bistums Trier im Jahr 2008 geholfen. Außerdem wurden 769 Besucher bei Seminaren und Vorträgen gezählt. Laut Wolfgang Drehmann, Leiter der Beratungsstelle in Trier, haben noch mehr Menschen um Hilfe bei der Lebensberatung ersucht, die zu seinem Bedauern nicht beraten werden konnten: "Oft scheitert eine Beratung an der Wartezeit."

Bei den jugendlichen Ratsuchenden waren meist Entwicklungsauffälligkeiten, Aufmerksamkeits-, Arbeits- oder Leistungsstörungen sowie aggressives Verhalten und fehlendes Selbstwertgefühl Gründe für einen Beratungstermin. Die Probleme der Jugendlichen wollen die Berater laut Drehmann zusammen mit den Familien lösen: "Wo es möglich ist, die Eltern mit einzubeziehen, tun wir das." Beratung heiße dann, an den Grundlagen der Beziehung zueinander zu arbeiten und gemeinsam die Ursachen anzupacken.

Die Lebensberatung kooperiert dabei mit Schulseelsorgern und -sozialarbeitern. Manchmal kommen Jugendliche laut Drehmann auch zu Beratungsterminen, weil das Jugendamt oder -gericht sie an die Lebensberatung verweist. Insgesamt hält er die Vernetzung und Zusammenarbeit - zum Beispiel mit dem Jugendamt oder der Drogenberatung - für sehr wichtig.

In Zukunft will Drehmann die Arbeit in Richtung Prävention verstärken: "Wir gehen zunehmend in die Einrichtungen wie Kita oder Schulen hinein." Ebenfalls präventiv ist die frühe Hilfe für Familien mit Kleinkindern. In der "Babysprechstunde" unterstützen die Berater zum Beispiel Eltern dabei, frühzeitig einen guten und sicheren Kontakt zu ihrem Kind aufzubauen. Im Rahmen des Projekts hat die Lebensberatung ein Netzwerk zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe entwickelt, in dem Kooperationen möglich sind und Wissen ausgetauscht werden kann.

In der Geburtsstation des Mutterhauses in Trier bieten zwei Mitarbeiterinnen der Lebensberatung weiterhin montags ab 12 Uhr jungen Eltern die Gelegenheit, Methoden kennenzulernen, wie sie eine sichere Bindung zum Kind aufbauen können. Eltern können sich dort zudem über Hilfsangebote bei möglichen Schwierigkeiten informieren.Extra Die Lebensberatung des Bistums Trier hilft weiter mit Erziehungs-, Familien-, Ehe- und Trennungsberatung. Zudem bieten ihre Mitarbeiter allgemeine Lebensberatung für Krisenphasen an und helfen jungen Menschen, Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten früh zu begegnen. Dabei sind die Berater an eine Schweigepflicht gebunden. Zu erreichen ist die Lebensberatung in der Kochstraße 2 in Trier unter Telefon 0651/75885 oder per Email an lb.trier@bistum-trier.de. Informationen auch im Internet unter www.lebensberatung.info. (cmk)