Mehr als 600 Kontakte: Frauennotruf legt Jahresbericht vor

Mehr als 600 Kontakte: Frauennotruf legt Jahresbericht vor

Der Frauennotruf Trier hat seinen Jahresbericht für das vergangene Jahr veröffentlicht. Die Zahlen zeigen, dass die Beratungseinrichtung für Frauen kontinuierlich auf hohem Niveau angefragt wird.

Trier. Fast 600 Beratungskontakte verzeichnen die Mitarbeiter des Frauennotrufs Trier im Jahr 2010. 167 Anfragen zu Angeboten wurden beantwortet. 61 Menschen arbeiteten in Notrufprojekten wie zum Beispiel dem internationalen Frauengarten mit. Zu Bildungsveranstaltungen des Frauennotrufs wie Vorträgen, Kursen oder Workshops kamen 516 Teilnehmer.
Bei den 598 Beratungskontakten handelt es sich um 106 Erstgespräche und 492 Folgekontakte. Die Mehrzahl der Anrufenden beim Erstkontakt stellten Frauen dar, die selbst von Gewalt betroffen waren oder sind. Außerdem nahmen Menschen aus dem sozialen Umfeld von Frauen, die Gewalt erfahren haben, sowie Mitarbeitende anderer Einrichtungen und Behörden Kontakt zum Notruf.
Die überwiegende Zahl der betroffenen Frauen war im mittleren Erwachsenenalter, die zweitgrößte Altergruppe stellten jugendliche Mädchen und Frauen im jungen Erwachsenenalter dar.
Häufig ging es um Spätfolgen sexueller Misshandlung im Kindesalter. Ein Viertel der Anrufenden berichtete von massiven sexuellen Übergriffen im Erwachsenenalter wie Vergewaltigung oder sexueller Nötigung.
Vorträge und Workshops wie zum Beispiel Selbstverteidigungskurse für Mädchen trafen auf eine gute Resonanz.
Kontakt zum Frauennotruf: www.frauennotruf-trier.de, Telefon 0651/49777 (Geschäftsstelle) oder 0651/2006588. red