Mehr als nur rote Autos mit Blaulicht

Mehr als nur rote Autos mit Blaulicht

TRIER. Bei Unfällen im Verkehr oder im Haushalt kommen sie zum Einsatz: die roten Fahrzeuge mit Blaulicht. Den Trierer Rettungsdienst gibt es mittlerweile schon seit einem Jahrhundert, und er liegt von Beginn an in den Händen der Berufsfeuerwehr. Beim Fest "100 Jahre Rettungsdienst. 100 Jahre am Puls der Stadt" soll dieses Jubiläum vom 18. bis zum 19. August im Messepark Trier ausgiebig gefeiert werden.

"Unser Ziel ist es, ein Fest für die ganze Bevölkerung auf die Beine zu stellen", erklärt Bürgermeister Georg Bernarding, der sich an der Organisation des Festes beteiligt. Besondere Programmpunkte sollen möglichst ein breites Publikum anziehen, betont er. "Wir wissen, dass die roten Autos bei Kindern immer ziehen. Aber wir haben uns noch andere Dinge einfallen lassen", sagt er. Während der Nachwuchs das Feuerwehrfahrzeug genau unter die Lupe nimmt oder sich auf der Hüpfburg austobt, können sich die Eltern in Sachen Erste Hilfe auf den neuesten Stand bringen. Das ganze Wochenende lang werden kurze Vorführungen den Besuchern den Alltag von Rettungsdienst und Feuerwehr näher bringen. Wie wird ein eingeklemmtes Autounfallopfer aus dem Fahrzeug befreit? Wie wird ein Zimmerbrand nach einer Explosion am besten bekämpft? Solche und andere nachgestellte Situationen zeigen, welchen Herausforderungen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes oder der Feuerwehr sich zum Teil stellen müssen. Große Sandflächen, Strandbars und sommerliche Atmosphäre locken am Samstagabend zur Openair-Beachparty. Die Band "Jump for Joy" wird live für sommerliche Klänge sorgen. Ganz bewusst haben sich die Organisatoren für eine heimische Band entschieden. "Jump for Joy kommt aus Trier und hat deshalb auch einen Bezug zur Veranstaltung", stellt Bernarding heraus. Speziell für interessierte Ärzte und Rettungssanitäter ist das Symposium "Aktuelles aus der Notfall und Katastrophenmedizin" (Freitag und Samstag) ausgerichtet und fest in die Veranstaltung integriert. Zahlreiche Vorträge aus dem notfallärztlichen Alltag sollen das Fachpersonal auf dem Gebiet der Notfallmedizin fortbilden. "Das Symposium ist eine zertifizierte Fortbildung für Ärzte", erklärt Dr. Alois Deller vom Brüder-Krankenhaus, der für die Organisation des Symposiums zuständig ist. In der Messehalle stellen am gesamten Wochenende Fachaussteller der Region ihre Angebote vor. "Die Ausstellung ist für Besucher des Symposiums und die Bevölkerung gleichermaßen interessant", betont Branddirektor Herbert Albers-Hain. Auch für Eltern gibt es bei der Ausstellung einiges zu entdecken. "Es werden zum Beispiel Giftpflanzen hinter Schaugläsern gezeigt, die bei Kindern zum Notfall führen können", sagt Albers-Hain. Die Notfall-Versorgung während des dreitägigen Spektakels im Messepark ist übrigens gesichert. "Unsere Wache wird für drei Tage einfach in die Moselauen am Messepark verlegt" , berichtet Albers-Hain. Und vielleicht kann der ein oder andere Besucher live dabei sein, wenn die roten Fahrzeuge mit Blaulicht zu einem Einsatz ausrücken müssen.

Mehr von Volksfreund