Mehr Ganztagsschulen

Die Grundschulen Föhren und Wasserliesch sowie die Realschule plus Waldrach haben vom Land die Option zur Einrichtung einer Ganztagsschule erhalten. Die Grundschulen müssen fürs Schuljahr 2015/16 mindestens 36 Anmeldungen vorliegen haben, die Realschule benötigt 54 Schüler.

Föhren/Waldrach/Wasserliesch. Zehn Schulen im Land hat das Bildungsministerium aus den Bewerbern für Ganztagsschulen berücksichtigt, davon drei aus dem Kreis Trier-Saarburg: die Grundschulen Föhren und Wasserliesch sowie die Grund- und Realschule plus in Waldrach. Gerade die Verbandsgemeinden Konz und Schweich, die schon bisher im Vergleich zu den anderen Verbandsgemeinden eine höhere Ganztagsbetreuungsquote haben (der TV berichtete), bauen damit das Angebot weiter aus.
Dritter Versuch der Föhrener



In Föhren kann man sagen: "Aller guten Dinge sind drei". Zwei Anträge waren bereits ins Leere gelaufen, jetzt, im dritten Anlauf, hat die dortige Grundschule vom Land die Option auf Einrichtung einer Ganztagsschule erhalten. "Die Nachricht hat sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen, einige Eltern von Kindergartenkindern haben sich schon bei uns gemeldet", sagt Schulleiterin Cordula Faller. Sie verweist auf einen Informationsabend am Dienstag, 23. September, 20 Uhr, in der Grundschule Föhren. Dort sollen interessierte Eltern alle nötigen Informationen zum neuen Angebot bekommen. Man wolle auch die örtlichen Vereine ins Boot nehmen, um das Freizeitangebot abzudecken, sagt Faller.
Voraussetzung für das Schulangebot am Nachmittag (viermal die Woche bis 16 Uhr) ist allerdings, dass die Schule fürs übernächste Schuljahr mindestens 36 Anmeldungen vorliegen hat. Anmeldeschluss ist im März. Die Schulleiterin ist optimistisch, dass diese Zahl bis zum Herbst steht, damit man in Ruhe planen kann: "Wir haben schon 30 Kinder in der Nachmittagsbetreuung. Im Schnitt gehen auch zehn Schüler aus Föhren zur Ganztagsschule nach Schweich." Ziel sei es, die Nachmittagsbetreuung bis 15 Uhr weiterlaufen zu lassen - parallel zur Ganztagsschule.
In der Moselgemeinde Wasserliesch war es ebenfalls nicht der erste Versuch, die Schule zur Ganztagsschule zu machen. Im vergangenen Herbst ist der erste Antrag für die St.-Marien-Grundschule abgelehnt worden (der TV berichtete). Im zweiten Anlauf hat es jetzt geklappt. "Wir freuen uns natürlich", sagt Schulleiterin Adelheid Löwenbrück. Und die Nachfrage in Wasserliesch ist da. Es gibt viele berufstätige Elternpaare in dem Obermoselort.
Bereits heute gibt es Betreuung


Bei einer informellen Umfrage im vergangenen Jahr haben sich auch schon 69 Eltern interessiert gezeigt. Schon seit dem vergangenen Schuljahr werden mehr als 40 Kinder nachmittags betreut. Umbauten sind in Wasserliesch nicht nötig. Ein Werkraum wurde schon zur Ausgabeküche gemacht, das Essen kommt aus der neuen Schulmensa in Konz-Karthaus.
Auch Michael Elbert, Leiter der Grund- und Realschule plus Waldrach, freut sich über die Erweiterung des Angebots. Die Grundschule am Standort Waldrach hat bereits den Status einer Ganztagsschule, ebenfalls die Grundschule im benachbarten Gusterath. "Die Schüler kennen dieses System", sagt Elbert, "es läuft seit vielen Jahren gut." In der Realschule plus in Waldrach besteht die Ganztagsschule bereits in offener Form. Die Träger, früher die Verbandsgemeinde Ruwer und heute der Kreis, haben dies auf freiwilliger Basis ermöglicht. Dass das Land jetzt die Ganztagsschule in Angebotsform ermögliche, bedeute eine größere Planungssicherheit, sagt Elbert. "Nach der dauerhaften Betriebsgenehmigung für die Schule stehen wir damit auf noch festeren Beinen."Extra

Ganztagsschulen: Bisher - ohne Föhren, Wasserliesch und Waldrach - gibt es in den sieben Verbandsgemeinden im Kreis Trier-Saarburg elf Ganztagsgrundschulen und zwei kombinierte Ganztagsgrund- und Realschulen plus. Vier davon liegen in der VG Konz, zwei in den Verbandsgemeinden Saarburg, Schweich und Ruwer und je eine in Trier-Land, Hermeskeil und Kell. Hinzu kommen drei Ganztagsförderschulen, vier Ganztagsgymnasien und drei Realschulen plus sowie eine Integrierte Gesamtschule mit Ganztagsangebot. Mehr als 30 weitere Grund- und zwei Förderschulen bieten eine von den Eltern mitfinanzierte Nachmittagsbetreuung an. Teilweise wird diese Betreuung von der Verwaltung organisiert, in anderen Orten kümmern sich die Schulen selbst oder Elternvereine um die Betreuung. cmk