Mehr Geld fürs Moselstadion?

Offenbar ist das Land Rheinland-Pfalz gewillt, doch mehr als 40 Prozent der Baukosten zur Sanierung des Trierer Moselstadions zu übernehmen. Darauf deutet die Antwort auf eine entsprechende TV-Anfrage hin.

Trier. Jüngst hat es einen weiteren Ortstermin gegeben. Mit dabei: ein Vertreter des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Das Resultat laut Triers Sport-Dezernent Georg Bernarding: "Wieder ist bestätigt worden, dass es im Moselstadion so nicht bleiben kann." Anders formuliert: Der Sanierungsbedarf sei wieder erkannt worden. Vorgesehen sind unter anderem eine Instandsetzung der Toiletten und Umkleidekabinen unter der Sitzplatztribüne, eine Generalsanierung des Hauptgebäudes am Stadion, Befestigungsarbeiten im Stadion (Schotterflächen, Betonstufen) sowie der Bau mehrerer Verkaufs-Container (der TV berichtete mehrfach). Die Planungen sind nach Aussage des Sport-Dezernenten "schon lange" mit der Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion abgestimmt.

In einem Brief, den Bernarding in Kürze auf seinem Schreibtisch erwartet, werde zudem die Polizei Trier auf notwendige Maßnahmen für eine bessere Sicherheit im Stadion hinweisen. Bernarding: "Im Extremfall könnte es passieren, dass irgendwann das Stadion gesperrt werden muss, wenn nichts unternommen wird." Woran es weiter bei der angepeilten Sanierung hakt? An der Finanzierung. Das Land hatte im Juni mitgeteilt, 40 Prozent der Baukosten zu übernehmen - und nicht wie von der Stadt erhofft 70 Prozent (was rund 1,05 Millionen Euro bei einer veranschlagten Gesamt-Summe von etwa 1,5 Millionen Euro entsprochen hätte).

Die Entscheidung soll noch im Oktober fallen



Das letzte Wort in dieser Sache ist aber offenbar noch nicht gesprochen. Auf TV-Anfrage bestätigt Eric Schaefer, Sprecher des rheinland-pfälzischen Innen- und Sportministeriums: "In der Sache ist noch einmal neu überlegt worden. Es sieht gut aus, dass es zu einer höheren Landes-Förderung kommen wird. Es sind jedoch noch Details zu klären." Im Oktober soll eine Entscheidung fallen.

Aus Sicht von Bernarding wäre es sehr wichtig, dass das Land eine höhere Bezuschussung absegnet. "Ansonsten wird es für uns schwer, die Sanierung zu finanzieren. Wir müssten auf jeden Fall Baumaßnahmen zeitlich strecken. Also Arbeiten für eine bessere Sicherheit und Substanzerhaltung vorziehen und die Befestigung von Flächen hinten anstellen."

Selbst wenn sich das Land in Kürze definitiv positioniert: Könnten angesichts des bevorstehenden Winters jetzt überhaupt Bauarbeiter anrücken? Bernarding: "Ja, es gibt Dinge, die witterungsunabhängig umgesetzt werden können."