Mehr Mountainbikespaß

In rasendem Tempo geht es durch den Wald bergab, in scharfe Rechts- und Linkskurven, über die eine oder andere Sprungschanze - und zum Schluss geht es steil hinunter. Die Mountainbiker des Vereins fahrvergnügen freuen sich über ihre neue Downhill-Strecke im Weißhauswald.

Trier. Das Schild an der Mountainbike-Downhill-Strecke ist deutlich: Befahren nur für Mitglieder des Vereins fahrvergnügen, auf eigene Gefahr, mit geeigneter Schutzausrüstung - Vollschalenhelm sowie Protektoren - und nach Überprüfen der Strecke auf ihren Zustand. Diesem entsprechend und je nach Können muss die Fahrgeschwindigkeit angepasst werden.

Im Weißhauswald, am Weg zwischen Drachenhaus und Falschem Biewertal, sind Pavillons aufgebaut, es gibt Speisen und Getränke, Dutzende hochwertiger Mountainbikes warten auf ihren Einsatz. Die Mitglieder des Vereins fahrvergnügen freuen sich darauf, ihre zweite Mountainbikestrecke in Besitz zu nehmen.

Diese beginnt wie auch die erste hinter der Schutzhütte beim Schusterskreuz, ist mit rund 1,2 Kilometern ein wenig länger - und verlangt denen, die sie befahren, einiges ab: rasante Schwünge, Hügel, Sprungschanzen, unebener Waldboden mit Wurzeln und Steinen. Sie endet, wie auch die erste, mit einem steilen Abhang, bei dem auch erfahrene Mountainbiker ins Schwitzen kommen. Über eine Schanze zu springen macht allen Sportlern aber offensichtlich großen Spaß, und ihr Tempo ist dabei beträchtlich.
Gründungsmitglied Sebastian Glatt blickt auf die Anfänge des Vereins vor gut zehn Jahren zurück. "Es gab damals schon illegale Strecken. Wir wollten das gern kanalisieren und so für mehr Sicherheit sorgen."Unterstützung durch Försterin


Kerstin Schmitt, als Försterin für den Weißhauswald zuständig, habe den Verein von Anfang an unterstützt. So konnte dort im Jahr 2009 die erste Downhillstrecke eröffnet werden. "Ende letzten Jahres sind wir dann wieder an sie herangetreten, um eine zweite Strecke zu bauen", sagt Vereinsmitglied Alexander Otto. Zumal der Abhang am Ende der ersten Strecke nicht mehr befahren werden sollte - hier müssen erst Erosionsschäden beseitigt werden. Für die neue Strecke ist nun der Gestattungsvertrag der Stadt Trier in Kraft getreten: So sichern sich Forstamt und Verein gegen Schäden ab. Wer die Strecke als Nichtmitglied befährt, ist nicht versichert.
Als alternatives Ende der neuen Downhill-Strecke soll noch eine weite Schleife angelegt werden. Alexander Otto freut sich: "Dafür will Kerstin Schmitt die ohnehin geplante Durchforstung des Waldstücks vorziehen."Extra

Der Verein fahrvergnügen, gegründet 2005, hat rund 80 Mitglieder. Neben den Downhill-Strecken im Weißhauswald unterhält er eine auch für Anfänger taugliche Strecke auf dem Petrisberg. "Downhill durch den Trierer Stadtwald" heißt ein neues Video des OK54-Bürgerrundfunks auf der Internetplattform youtube.com, in dem auch Försterin Kerstin Schmitt zu Wort kommt. Unter den Stichwörtern "Weißhauswald" und "Pumptrack Trier" findet man weitere Videos. Der Verein fahrvergnügen ist bei facebook; unter dem Stichwort "sloth-mtb" gibt es einen Blog. DQ