Mehr Platz für die Hochwaldstrolche

Mehr Platz für die Hochwaldstrolche

Die "Hochwaldstrolche" halten Schritt mit den gesellschaftlichen Veränderungen: Bis November soll die Kindertagesstätte (Kita) in Lorscheid umgebaut und auch ein Angebot für Einjährige geschaffen werden.

Lorscheid. (kat) Insgesamt vierzig Kinder aus Farschweiler, Herl und Lorscheid besuchen derzeit die Kita "Hochwaldstrolche".

In drei Gruppen werden sie betreut und gefördert. 25 Tagesplätze stehen zur Verfügung und seit zwei Jahren gibt es auch sechs Plätze für Zweijährige. Damit wird die Einrichtung dem Landesgesetz, das ab 1. August dieses Jahres einen Rechtsanspruch für 55 Prozent der Kinder ab zwei Jahren vorsieht, gerecht. "Wir reagieren auf den Wandel der Gesellschaft", sagt Kita-Leiterin Agnes Lehnen.

Und: Der Träger der Einrichtung, die 600 Einwohner starke Gemeinde Lorscheid, macht in diesem Jahr die sprichwörtlichen Nägel mit Köpfen: Weil laut Bundesvorgabe ab 2013 auch Einjährige einen Rechtsanspruch haben werden, der Bedarf vorhanden ist und die Kinderzahlen steigend sind, wird die Kita in diesem Jahr weiter ausgebaut. Laut Ludwig Welter, Ortsbürgermeister von Lorscheid ist geplant, eine Drei-Zimmer-Wohnung, die sich im Obergeschoss des Kita-Gebäudes befindet, zu integrieren. Aus der Mietwohnung soll ein Personalraum plus Büro sowie ein Schlaf- und Förderraum entstehen. Und die Küche im Erdgeschoss soll erneuert werden. "Wir wollen, dass in der Kita gekocht wird", sagt Welter.

Die Neugestaltung des Küchenbereichs sei auch mit Blick auf das "Tiger-Kids-Programm", ein Projekt, in dem Eltern und Kinder drei Jahre lang unter anderem viel über bewusste und gesunde Ernährung erfahren, von großer Bedeutung, meint Erzieherin Cornelia Wintrich. "Sobald der Bauantrag genehmigt ist, schreiben wir die Arbeiten aus, und dann kann es los gehen", sagt Welter. Er rechnet damit, dass der Ausbau im November dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Die Maßnahme werde rund 135 000 Euro kosten. "Die Gemeinden Lorscheid, Herl sowie Farschweiler werden insgesamt zwischen 40 000 und 50 000 Euro aufbringen." Mit Landes- und Kreiszuschüssen soll der Restbetrag finanziert werden. Anfang Februar würden die genauen Beträge der Zuschüsse in den Ausschusssitzungen festgelegt, meint der Orts-Chef. "Nach dem Ausbau sind wir gut für die Zukunft aufgestellt", sagt Agnes Lehnen.

Die Leiterin ist davon überzeugt, dass die Maßnahme allen "Hochwaldstrolchen" viele Vorteile bringen wird: "Durch die Räume, die zusätzlich geschaffen werden, können auch die Gruppensituationen entzerrt werden."

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