Mehr Service für die Radtouristen

Impulse für den Radtourismus in der Region möchten Experten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs geben. Eine Fahrt auf dem Sauertalradweg und ein Workshop stehen auf dem Programm.

Wasserbilligerbrück. Wie kann der Radtourismus in der deutsch-luxemburgischen Grenzregion noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden zurechtgeschnitten werden? Darüber diskutieren Tourismus-Vertreter aus der Region mit Experten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) am Wochenende bei einem Workshop in Bollendorf. Die 30-köpfige ADFC-Gruppe besteht aus Mitgliedern des Fachausschusses Fahrradtourismus - das sind beispielsweise Radreiseautoren und -verleger, Geografen, Planer und Touristiker aus der freien Wirtschaft und aus Behörden. Sie beraten den Bundesvorstand ihrer Organisation und zertifizieren Radwege.

Am Freitag radelten die Ausschussmitglieder bei sonnigem Herbstwetter über den Sauertalradweg Richtung Trier und informierten sich bei einem Zwischenstopp in der deutsch-luxemburgischen Tourist-Information in Wasserbilligerbrück über den Fahrradverleih "RentaBike Miselerland". Dieser Service wird auf einer 36 Kilometer langen Route entlang der luxemburgischen Mosel angeboten. Der Kunde kann Fahrräder und Zubehör günstig mieten und an jedem beliebigen der neun Servicepunkte wieder abgeben. Einwohner der Partnergemeinden, darunter Mertert/Wasserbillig, Grevenmacher, Wormeldange, Remich und Schengen, erhalten Sonderkonditionen.

Guter Gesamteindruck von der Strecke



Zum Workshop am heutigen Samstag im Jugendgästehaus in Bollendorf wird der Ausschuss seine Erkenntnisse vom Trip auf dem Sauertalradweg schon ausgewertet haben. Prüfkriterien sind unter anderem Streckenführung, Verkehrssicherheit, Kartenmaterial, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Mieträder und das Marketing. Vorsitzender Wolfgang Reiche sagte am Freitagnachmittag, er habe einen guten Gesamteindruck von der Strecke.

Einer der Workshop-Referenten ist Wolfgang Reh von der Eifel Tourismus GmbH. Er sieht die Eifel mit ihrem dichten Radwegenetz gut aufgestellt, was auch jüngst der Deutsche Tourismusverband in einer Studie bestätigt hat. Dennoch hält er eine "Serviceoptimierung" für notwendig. "Wir müssen uns besser auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden einstellen." Es gelte, flexibler zu reagieren und die touristischen und gastronomischen Angebote entlang der Strecken besser zu vernetzen.

Als Beispiel für eine Service-Optimierung nennt Reh die Vermietung von Elektro-Bikes mit Ladestationen im Raum Monschau. "Viele sehen doch bei der Eifel ein Mittelgebirge vor ihrem geistigen Auge, wo es auf und ab geht. So ein Angebot kann manchen Radtouristen die Angst vor anstrengenden Bergfahrten nehmen."