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Mehr Sicherheit auf der Skipiste

Mehr Sicherheit auf der Skipiste

Am Erbeskopf im Hunsrück hat der Wintersportbetrieb begonnen. Auch an der Eifeler Wolfsschlucht in Prüm startet heute das Rodelvergnügen. Schon am Sonntag könnten dort auch Skifahrer auf ihre Kosten kommen.

Erbeskopf. Die Schneekanonen am Erbeskopf schossen in den vergangenen Tagen aus allen Rohren. Und auch natürliche Schneeflocken fallen. Damit konnte gestern um 11 Uhr der Wintersportbetrieb beginnen.

Sicherheitstechnisch ist der Zweckverband Erbeskopf gut gewappnet. An Skitagen mit hohem Besucheraufkommen soll wie in früheren Jahren ein ehrenamtlicher Bereitschaftsdienst der DRK-Ortsvereine aus Thalfang, Neumagen-Dhron und Morbach eingerichtet werden.

Eine Gasheizung ersetzt den alten Ofen



Darauf einigten sich der Zweckverband und das Rote Kreuz (der TV berichtete). Bei Engpässen werden auch andere Ortsvereine aushelfen, erklärt Alexander Becht, Gesamteinsatzleiter des DRK, dem TV. Becht legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass dies eine freiwillige Leistung der DRK-Kräfte sei. Am kommenden Wochenende seien Sanitäter vor Ort. Zu diesem Zweck wurde die ehemalige Rettungsstation von einem Schreiner instand gesetzt. Dort halten sich die Sanitäter auf.

Der alte Ofen in der Hütte wurde durch eine Gasheizung ersetzt. Investiert wurde auch in neue Ausrüstung. Zum einen in einen Defibrillator, der bereits im ersten Halbjahr 2009 angeschafft wurde, zum anderen in weiteres Rettungsgerät: Angeschafft wurde ein neuer Akja, eine Art Rettungsschlitten, in dem der Verletzte von der Skipiste transportiert werden kann. Mit einer Anhängerkupplung kann er an den Motorschlitten angehängt werden.

Hinzu kommen eine Vakuummatratze, ein Tragbrett und ein Beatmungsgerät. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 15 000 Euro, sagt Klaus Hepp vom Wintersportzentrum. Inklusive Hütte hat der Zweckverband in Sachen Sicherheit rund 20 000 Euro investiert.

Reaktion auf einen Skiunfall



Außerhalb der Wintersport-Saison stehen die Gerätschaften ebenfalls zur Verfügung. Der Defibrillator ist dann im Hunsrückhaus stationiert. Die Betreiber der Sommerrodelbahn sollen Zugriff zu den Rettungsmitteln haben.

Mit den Investitionen habe laut Hepp der Zweckverband auf Irritationen im Zusammenhang mit einem - letztlich glimpflich abgelaufenen - Ski-Unfall in der vergangenen Saison reagiert. Damals hatte ein junger Skifahrer nach einem Sturz offenbar einen Herz- und Atemstillstand erlitten. Noch bevor Rettungskräfte vor Ort waren, war der Mann von anderen Wintersportlern reanimiert worden.

Hepp weiß, dass man im Wintersportbetrieb Unfälle nicht komplett verhindern kann. Dennoch wolle man am Erbes kopf größtmögliche Sicherheit erreichen.