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Mehr Spaß für die Tarforster Kinder

Mehr Spaß für die Tarforster Kinder

Für mehr Abwechslung auf Tarforsts Spielplätzen griff der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung tief in die Taschen des Ortsteilbudgets und beschloss den Bau zwei neuer Spielgeräte. Uneins ist der Rat allerdings mit dem Beschluss der Stadt zur Änderung der Friedhofs- und Gebührenordnung.

Trier-Tarforst. (kbb) Wenn die alten Klettergerüste und Schaukelfiguren schon zu langweilig geworden sind, dann können sich die Tarforster Kinder demnächst auf zwei neue Attraktionen auf den Spielplätzen des Höhenstadtteils freuen: Der im südlichen Teil der Januarius-Zick-Straße gelegene Spielplatz erhält für 4500 Euro eine neue Doppelschaukel, und der Spielplatz in der Heinrich-Brauns-Straße wird für rund 4300 Euro mit einer fest installierten Tischtennisplatte aufwarten können.

Die beiden Investitionen beschloss der Tarforster Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung und griff mit dem einstimmigen Beschluss auch tief in die Taschen des Ortsteilbudgets für 2010: Immerhin schlagen die beiden Investitionen mit rund 8800 Euro zu Buche - das Budget ist begrenzt auf 10 000 Euro.

Diskutiert wurde auch die von der Stadt empfohlene Sanierung des Klettergerüsts am Spielplatz auf der Langflur. Nicht nur, dass die anvisierten Kosten von knapp 26 000 Euro das Ortsteilbudget bei weitem sprengten. Auch liegt die Verantwortung für die Sache nach Ansicht des Ortsbeirats bei der Stadt. Und die müsse, so das Gremium, dann auch für die Kosten der Instandhaltung aufkommen.

Neben den Tarforster Spielplätzen sorgte vor allem die Änderung der städtischen Friedhofs- und Gebührensatzung für Diskussionen. Seit die Stadt aus politischen Erwägungen von ihrem Vorhaben abrückte, zwölf von 17 städtischen Gräberfeldern zu schließen, und stattdessen höhere Gebühren verlangen will, ist das Thema ein Dauerbrenner in diversen Ortsbeiräten.

Der Tarforster Rat schloss sich einem Antrag der dortigen FDP-Fraktion an, der sich gegen die von der Stadt geplanten Änderungen ausspricht. Denn diese umfassen unter anderem auch eine Reduzierung der Grabstätten: Durften bislang in einem Wahlgrab bis zu vier Urnen in einem Grab bestattet werden, sollen es nach dem Willen der Stadt in Zukunft nur noch derer zwei sein. "Die Bürger haben ein Recht auf die Bestandswahrung, das kann man nicht einfach so aufheben", sagte der liberale Fraktionssprecher Wolfgang Schaab.

Werner Gorges (CDU) zeigte sich zwar erfreut, dass es nicht zu Schließungen kommt, rügte aber die "extremen Verhältnisse" der "enorm gestiegenen" Gebühren. Auf Vorschlag von Ortsbeirätin Anne Weines (SPD) beschloss das Gremium darüber hinaus, die Stadt zu einer Überprüfung der neuen Friedhofs- und Gebührensatzung zu veranlassen.