Mehr Spaß, weniger Gewalt

Eine Initiave zur Gewaltprävention: Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz hat den "Markt der Möglichkeiten" - Teil des "easi"-Projektes - in Schweich organisiert. 650 Schüler trafen so auf 20 verschiedene Vereine am Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium.

Schweich. Spaß und Erlebnis statt Aggression und Ärger - das ist das Ziel des "easi"-Projektes des Landeskriminalamtes (LKA) Rheinland-Pfalz, das in der Verbandsgemeinde Schweich zum vierten Mal veranstaltet wurde. 650 Jugendliche aus vier Schulen waren beim "Markt der Möglichkeiten" am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium dabei.
20 verschiedene Vereine


Der "Markt der Möglichkeiten" ist für die Jugendlichen eine Plattform mit verschiedenen Freizeitangeboten, die gleichzeitig zur Kriminalitätsvorbeugung dienen soll. So mobilisierte das Kinder- und Jugendbüro in Zusammenarbeit mit dem LKA 20 Vereine, die sich mit ihrem Angebot vorstellten.
Vom Fliegerverein, der freiwilligen Feuerwehr bis zur Rottweiler-Hundegruppe gab es eine große Auswahl. "Wir wollen die Vielfalt an Angeboten, die es in Schweich gibt, zeigen", sagt Uwe Höflich vom LKA. So sei es wichtig, eng mit den Kommunen zusammenzuarbeiten. "Leider wird es immer schwieriger, Vereine für die Veranstaltung zu finden, da es weniger Ehrenamtliche gibt", meint Isabelle Ziehm vom Kinder- und Jugendbüro.
Dabei sind die Aktivitäten für die Jugendlichen sehr wichtig:
"Wenn sich die jungen Leute für bestimmte Dinge begeistern können, kann das das Gewaltpotenzial schwächen", sagt Höflich. Kriminalität werde es zwar immer geben, aber man habe so die Chance, sie zu lindern.
Die Veranstaltung bietet den Vereinen auch die Möglichkeit, junge Leute anzuwerben. "Durch die Einführung der Ganztagsschulen möchten viele Schüler nach 16 Uhr in keinen Verein mehr", sagt Höflich.
Doch der "Markt der Möglichkeiten" zeigt, dass das Interesse da ist.
Mindestens acht Stationen sollten die Schüler besuchen und sich jeweils pro Station 20 Minuten Zeit nehmen. Stefan Henn vom Verein Jugendarbeit Schweich betreut die Skaterbahn und freut sich über den Andrang: "Wir sind wirklich überrascht, dass die Nachfrage so groß ist. Es waren bisher bestimmt 100 Kinder hier." Außergewöhnlich sei auch das große Interesse der Mädchen. "Manche können sogar schon skaten, aber auch bei den Neulingen klappen die Bewegungabläufe super", sagte Henn.
Neben der Skaterbahn tummelen sich die Jugendlichen um die Rottweiler-Hundegruppe: "Wir dürfen sogar mit den Hunden Gassi gehen", sagt Schülerin Lea Burg (6a) vom Stefan-Andres-Schulzentrum. Auch die Feuerwehr fand Aufmerksamkeit: "Ich finde es schön, dass die Feuerwehrmänner ihr Leben riskieren, um andere zu retten", sagt Sonja Schätter (6a) vom Stefan-Andres-Schulzentrum.