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Mehr Spielplätze, weniger Verkehr

Mehr Spielplätze, weniger Verkehr

Kommt die größere Neuapostolische Kirche in der Nähe des Elisabethkrankenhauses oder nicht? Im Ortsbeirat hat das Stadtplanungsamt die frühzeitige Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan Theobaldstraße vorgestellt. Für den Bürgerhaushalt wurden 26 Vorschläge besprochen, darunter die Spielsituation im Viertel.

Trier-Nord. Ein Sitzungsmarathon von mehr als vier Stunden erwartete die Mitglieder des Ortsbeirats Nord bei seinem zurückliegenden Treffen. Kein Wunder, standen doch etliche Punkte auf der Tagesordnung. So stellte Simone Schornick vom Stadtplanungsamt den geänderten Bebauungsplan Theobaldstraße vor. Die Neuapostolische Kirche hatte dort - in der Nähe von Brüder- und Elisabethkrankenhaus - einen Kirchenneubau mit angrenzendem Wohnkomplex geplant, den die Stadt aber als zu dominant für die Umgebung verworfen hatte. Zudem hatte der alte Bebauungsplan eine ausschließlich kirchliche Nutzung für das Gelände vorgesehen.
Die neue Planung sieht nun ein Drittel des Geländes für Wohnnutzung vor, wobei diese höchstens zweigeschossig sein soll. 60 Prozent der Grundstücksfläche sollen frei bleiben. Der Fußweg, der das Viertel in Richtung Innenstadt erschließt, bleibe erhalten, versicherte Schornick. Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung können bis zum 12. Dezember Stellungnahmen dazu abgegeben werden.
Vorgestellt hat sich im Ortsbeirat auch Markus Anell, der seit März gemeinsam mit Carlo Lambert den Polizeibezirk Trier-Nord betreut. "Wir sind für alles zuständig - außer für Verkehrsdelikte und für akute Vorfälle", sagte Anell. In letzterem Fall müsse die Wache alarmiert werden. Die beiden Oberkommissare sehen ihre Aufgabe darin, zur Regelung von vielfältigen Konflikten in Trier-Nord beizutragen, zum Beispiel zur Maßregelung von Rasern in der Engelstraße und zur Reduzierung der Diebstähle auf dem Hauptfriedhof.
Großen Raum auf der Sitzung nahm auch das Thema Bürgerhaushalt ein; mehr als zwei Dutzend Vorschläge wurden besprochen. So soll die AG Spielraum eingeladen werden, da der Zustand mehrerer Spielplätze im Viertel kritisiert wurde. Für den lange geplanten Klangspielplatz bei der Karl-Berg-Musikschule bewilligte der Ortsbeirat eine Klangrolle für 6600 Euro. "Wir möchten damit ein Zeichen setzen", betonte Ortsvorsteher Christian Bösen. Es könne nicht angehen, dass die Anfang Juli eingereichte Petition mit fast 600 Unterschriften für den Spielplatz unbeantwortet bleibe.
Für den Nells Park möchte sich der Beirat für eine erneute Entschlammung des Weihers und eine bessere Beleuchtung einsetzen.
An weiteren Vorschlägen befürwortet der Ortsbeirat etwa einen Verkehrsspiegel an der Einmündung der Straße Am Sender in die stark frequentierte Straße An der Hospitalsmühle. Auch der Kreuzung der Straße zur Herzogenbuscherstraße soll eine Lösung gesucht werden, da Radfahrer dort gefährdet sind. An der Hospitalsmühle schlug der Beirat auch markierte Parkflächen vor.
Einig war sich das Gremium, dass sich einige Probleme im Viertel wie der starke Durchgangsverkehr und der schlechte Zustand der Kürenzer Straße erst durch den seit Jahren geplanten Moselbahndurchbruch lösen lassen.
Extra

Für den Doppelhaushalt 2015/16 wurde das Budget des Ortsbeirats auf 31 073 Euro pro Jahr reduziert, im laufenden Jahr waren es noch 32 932 Euro. Ortsvorsteher Christian Bösen möchte klären, warum das so ist. Bewilligt hat der Beirat 1500 Euro für die Bastelgruppe im Bürgerhaus Nord, die Materialien sowie eine Fortbildung benötigt. Der städtische Martinszug wird mit 830 Euro unterstützt. DQ